zur Navigation springen

Yachtclub Meteor : Zuviel Sand: Brücke soll verlängert werden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Yachtclub Meteor möchte seine Brücke um zwölf Meter verlängern. Der Grund: Die stetige Versandung am Borbyer Ufer. Die langjährige 2. Vorsitzende Christa Reinfeldt wurde verabschiedet – Jens Fahrenkrug ist ihr Nachfolger.

Eckernförde | Der Yachtclub Meteor blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Der Club wurde 1923 in Danzig gegründet und hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Eckernförde neu etabliert. Seit 1974 ist das alte Clubhaus des Segelclub Eckernförde (SCE) am Borbyer Ufer mit der neuen Steganlage und dem Bojenfeld das Domizil des Yachtclubs. Am Wochenende sind Segler aus dem ganzen Land der Einladung zur Jahreshauptversammlung gefolgt. Mit den aktuellen Neuaufnahme zählt der Verein, dessen Segler mit insgesamt 80 Booten auch in Travemünde, Heiligenhafen und Kieler Stickenhörn Liegeplätze haben, nun 132 Mitglieder – 53 von ihnen kamen zur Hauptversammlung ins Clubhaus des benachbarten SCE.

Vorsitzender Carsten Begro ging auf die wichtigsten Aktivitäten und Neuerungen des abgelaufenen Segeljahres ein. Sorgen bereiteten dem Verein seit zwei Jahren die zunehmenden Diebstähle und das nicht nur auf den 60 Booten im Bojenfeld. Gestohlen wurde unter anderem auch der Außenbordmotor des vereinseigenen Arbeitsbootes. Um dieser Situation etwas entgegenzuwirken, wurde eine Kameraüberwachung installiert. Problematisch sei, dass durch Strandaufschüttungen im Nachbarbereich die Brücke kontinuierlich versandet und bei entsprechenden Wasserständen der Brückenkopf nur eingeschränkt nutzbar ist, sagte Begro. Die zunehmende Versandung am Brückenende sei durchaus problematisch. Eine Lösung wäre, den Brückenkopf um zwölf Meter zu verlängern und im gleichen Maß zu verbreitern. Nach eingehender Diskussion über Vor- und Nachteile, wurde der Vorstand ermächtigt, mit der Stadt Kontakt aufzunehmen und sowohl die Brückenerschließung wie auch die Erweiterung im vorgegebenen Finanzrahmen voranzutreiben. Der Yachtclub befasst sich in Zukunft auch mit dem Masterplan Küste der Stadt Eckernförde und wird entsprechende Entscheidungen zum Hochwasserschutz treffen müssen. Nach wie habe der Verein das Ziel, die Anlegebrücke mit Strom und Wasser zu versorgen, diese könne im Zuge der Umgestaltung des Jungmannufers kostengünstig erfolgen.

Der Yachtclub Meteor habe auch jungen Flüchtlingen das Segeln näher bringen wollen, dass sei aber unter anderem an den fehlenden Schwimmvoraussetzungen gescheitert, berichtete der Vorsitzende. Im Bereich des Fahrtensegelns sehen Carsten Begro und Jugendwart Felix Marth hingegen durchaus Potenzial, um die Ausbildung junger Segler zu intensivieren. Verstärkt solle auch mit Schulen Kontakt aufgenommen werden. Ein probates Mittel, um Jugendliche ans Segeln heranzuführen, wären auch die sozialen Medien.

Viel wurde im Verein investiert, 15 neue Bojengeschirre seien turnusmäßig ausgetauscht worden, dies hätte sich auch auf die Vereinshaftpflichtversicherung beitragssenkend ausgewirkt. Mehr Zuspruch hätte sich der Vorstand allerdings beim Ansegeln gewünscht, ebenso bei der ein oder anderen Regatta oder Geschwaderfahrt. Zu geringe Beteiligung war dann auch ein Grund, die Mittwochsregatta in der kommenden Saison auf den Freitag zu verlegen.

„Unsere Finanzsituation ist perfekt“, resümierte Schatzmeister Christian Blauert und ließ erkennen, dass die geplanten Bau- und Änderungsmaßnahmen abgedeckt seien. Zufrieden zeigte sich auch Takelmeister Franz Supe-Math: „Alle Bojen sind besetzt, Interessenten kommen zunächst auf die Warteliste.“

Nachdem 13 neue Mitglieder aufgenommen wurden, standen Vorstandswahlen auf dem Programm. Der Yachtclub Meteor verabschiedete Christa Reinfeldt, die 20 Jahre lang als 2. Vorsitzende die Geschicke des Clubs maßgeblich mitbestimmt hat. Als Nachfolger hatte der Vorstand Jens Fahrenkrug auserkoren, aus der Versammlung heraus wurde auch dessen Ehefrau Monika vorgeschlagen. Nach der geheimen Abstimmung hatte Jens Fahrenkrug drei Stimmen mehr als seine Frau. Wiedergewählt wurde Franz Supe-Marth als Takelmeister.

Der Yachtclub Meteor ehrte einige langjährige Mitglieder. 40 Jahre sind dabei Hans-Christian Friedmann und Hans-Christian Scheuer, seit 25 Jahren gehört Uwe Bannick dem Club an und Rosemarie Ganschinietz und Dieter Bannick sind seit zehn Jahren dabei.



Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen