Vertragsverlängerung : Zuschlag für die Stadtwerke

Mit einem Glas Wasser der Stadtwerke Kiel stoßen Vorstand Dr. Jörg Teupen (l.) und Bürgermeister Carlo Ehrich auf die weitere Zusammenarbeit in den nächsten 20 Jahren an.
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Mit einem Glas Wasser der Stadtwerke Kiel stoßen Vorstand Dr. Jörg Teupen (l.) und Bürgermeister Carlo Ehrich auf die weitere Zusammenarbeit in den nächsten 20 Jahren an.

Kieler Versorger bleibt weitere 20 Jahre Partner beim Trinkwasser.

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11. November 2013, 06:50 Uhr

Nach den Strom- und Gasnetzen vertraut die Gemeinde auch ihre Wasserleitungen weiterhin den Stadtwerken Kiel an. Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) und Vorstand Dr. Jörg Teupen haben den Konzessionsvertrag für die nächsten 20 Jahre unterzeichnet.

Dass die Stadtwerke als einzige ein Angebot auf die bundesweite Ausschreibung abgegeben hatten, verwundert Teupen nicht. Biete das Unternehmen doch eine enorme Versorgungssicherheit für die rund 10 000 Kunden in Altenholz. Neben den Werken in Schwentinental, der Wik und in Schulensee gebe es mehrere Wasserspeicher in Hoch- und Tiefbehältern, die Versorgung werde rund um die Uhr fernüberwacht, merkt Konzessionsmanager Kurt Voelzke an. Dazu komme die schnelle Reaktionszeit bei Störungen, fügt der Verwaltungschef hinzu. „Die Stadtwerke sind ein verantwortungsbewusster Partner in der Nachbarschaft“, stellt Ehrich fest. Das habe auch die Gemeindevertreter überzeugt.

Für Teupen ist zudem die Wasserqualität ein gewichtiges Argument für die Stadtwerke Kiel. „Unser Wasser erhält seit vielen Jahren regelmäßig Bestnoten in Vergleichstests und ist von seltener Reinheit“, sagt Teupen. Und daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern. Denn das Wasser wird aus dem so genannten Kieler Trog, der sich von Kiel bis nach Bad Segeberg erstreckt, aus 150 bis 200 Metern Tiefe aus 6000 Jahre alten Schichten gefördert und ist hochrein – ohne jegliche chemische Nachbehandlung, betont Teupen. „Das Kieler Wasser ist besser als jedes Trinkwasser aus dem Supermarkt.“ Selbst Wasser, das über Kupferleitungen zum Hahn fließe, könne bedenkenlos konsumiert werden, merkt Teupen an. Bei den Kunden ist das offenbar noch zu wenig bekannt: Die verbrauchte Menge sinkt seit Jahren, wozu auch im Verbrauch sparsamere Haushaltsgeräte beitragen. Wurden um die Jahrtausendwende noch 142 Liter Wasser pro Person und Tag konsumiert, sind es heute 130 Liter. Die Querschnitte der Leitungen waren schließlich für die Mengen zu groß – um der Bildung von Keimen vorzubeugen, wurden die Trinkwasserleitungen zurückgebaut.

Neben Kiel und Altenholz versorgen die Stadtwerke der Landeshauptstadt die Gemeinden Mönkeberg, Schönkirchen, Melsdorf, Ottendorf, Flintbek und Molfsee sowie die Städte Preetz und Schwentinental mit ihrem Wasser. Für Heikendorf und Kronshagen sind sie Vorlieferant – die Gemeinden unterhalten eigene Werke. In Altenholz werden pro Jahr 500 000 Kubikmeter Wasser abgesetzt, das Gesamtjahresvolumen der Stadtwerke Kiel liegt bei 18 Millionen Kubikmetern.

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