zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 07:38 Uhr

neuer Schulleiter : Zurück an die Schlei

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Heiner Simonsen hat Leitung mit dem Schuljahresbeginn die Leitung der Albert-Schweitzer-Schule der St. Nicolaiheims Sundsacker übernommen. Zuvor war der 44-Jährige zehn Jahre als Sonderpädagoge in der Schweiz.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 21:16 Uhr

Eine Rückkehr an die Schlei – das war für Heiner Simonsen (44) ein großer Traum. Der ist jetzt in Erfüllung gegangen. Der Sonderschulpädagoge hat zum Schuljahresbeginn die Leitung der Albert-Schweitzer-Schule des St. Nicolaiheims Sundsacker übernommen.

Er sei sehr herzlich willkommen geheißen worden von den rund 60 Schülern und etwa 30 Mitarbeitern der Schule. Zuhören, beobachten und erkennen, wie der Schulalltag läuft, sind seine ersten Aufgabe. Er müsse immer eine Balance schaffen zwischen dem was er an Strukturen und Engagement vorfindet, und dem, was er aus eigenen Erfahrungen mitbringt. Dabei sei ihm sehr schnell aufgefallen, wie gut das Team an der Schule arbeitet und was es in den letzten Jahren geschaffen hat. „Ich muss alles hören, alle ernst nehmen und mit Geduld und Augenmaß erkennen, wo ich als Schulleiter gefragt bis“, sagt Simonsen.

2003 war die Familie aus Fleckeby in die Schweiz gezogen. Sechs Jahre arbeitete Simonsen an einer Regelschule mit 700 Schülern in der Nähe von Luzern. Dort war er für ein 35-köpfiges Team zuständig, das die Integration von Menschen mit Behinderungen und Lernhemmnissen begleitete. Zuletzt war er stellvertretender Schulleiter und übernahm kommissarisch die Leitung. Nach dem die Schule wieder in ruhigem Fahrwasser war, verließ Simonsen die Schule und wechselte nach Obwalden in der Zentralschweiz. An einer Schule für Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten war der Sonderpädagoge dann bis in diesen Sommer tätig.

In den Jahren in der Schweizer habe er viele Erfahrungen gemacht und viel gelernt, sagt Simonsen der in Hamburg groß wurde. In den Ferien fuhr er als Kinder mit seinen Eltern immer in den Norden. Kaum dass die Familie an der Schlei, in Angeln oder an der Nordseeküste ausstieg, fühlte sich Simonsen zu Hause. Die Luft, der Wind und der freie Blick. „Endlich kann ich wieder einen Sonnenuntergang sehen, ohne ihn mir erarbeiten zu müssen“, sagt Simonsen, der gezielt als Arbeitsort Schleswig-Holstein gesucht hatte. In der Schweiz sei es landschaftlich sehr schön gewesen, aber überall Berge, die den Blick auf Sonnenuntergänge unmöglich machten, es sei denn, man kletterte die Berge hinauf. Nun wohnen er, seine Frau und die zwei Töchter in Esgrus in Angeln.

Anders als in der Schweiz wird Simonsen mit seinem norddeutschen Akzent an der Schlei nicht auffallen. In der Schweiz aber, da war er ganz schnell der „Käpt´n Blaubär“ bei den Schülern.

Mitgebracht hat Simonsen aus der Schweiz die Wertschätzung für ein gutes Zusammenarbeiten von Lehrern, Eltern und Schülern. Jeder Schüler müsse da abgeholt werden, wo er stehe, es gelte das Prinzip – nicht über Schüler sprechen, sondern mit Schülern sprechen. Die Schüler stehen im Mittelpunkt, ihnen gelte es im Team zu helfen. Dabei könnte sein Motto lauten, lieber erst langsam, dann aber schnell zum Ziel.

Er freue sich auf die neue Aufgabe und das Team. Das, was er bisher gesehen und erlebt habe, mache ihm viel Freude und bestärke die Entscheidung an die Schlei nach Sundsacker zu kommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen