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Wahlbeteiligung : Zur Wahl gehen - für viele Looser ein Muss

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Kontinuierlicher Besucherstrom im Looser Wahllokal in der Bürgerbegegnungsstätte. Wahlhelfer erleben Kommunalwahl als spannendes Erlebnis.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 07:43 Uhr

Loose | "Nur wenn man wählen geht, dann kann man hinterher auch meckern", davon sind Brigitte und Wolfgang Brassat aus Loose überzeugt. Und so war es für sie eine Selbstverständlichkeit, gestern in ihr Wahllokal in der Bürgerbegegnungsstätte zu gehen, um ihre Stimme für die Kommunalwahl abzugeben, das sei ein Muss. Groß Werbung mussten sie in ihrem Bekanntenkreis nicht machen, damit jeder zur Wahl gehe, das machten die schon, sagte Brigitte Brassat. Und auch die Länge des Wahlzettels sei dieses Mal übersichtlicher gewesen, meinte Wolfgang Brassat. Zur Europawahl sei die Liste um ein Vielfaches länger gewesen.

"Es läuft gleichmäßig und kontinuierlich", meinte Peter Thiesen, der als stellvertretender Wahlvorstand vormittags die Leitung im Wahllokal hatte. Schätzungsweise ein Drittel der insgesamt 635 Wahlberechtigten hatte bis 11.30 Uhr ihre Stimme abgegeben. Auffällig viele Neuwähler hatte das Team noch nicht beobachtet. Vermutlich kämen die mit ihren Familien, so Thiesen. Von sich aus und ohne Familie wäre die Hemmschwelle beim ersten Mal wählen vermutlich höher. Für Sahra Seeber (20) und Patrick Heylmann (23) war es keine Frage, ob sie zur Wahl gehen oder nicht. "Nur wer wählt, kann später mitreden", meinte die 20-Jährige. Sie hätten sich gut auf die Wahl vorbereitet, hätten sich über die Parteien und antretende Wählergemeinschaft und ihre Kandidaten informiert und wüssten, was sie wählen.

Als spannend empfand Dirk Dittmann die Wahl. Es war seine erste, die er aus einer ganz anderen Perspektive erlebte. Er hatte sich erstmals als Wahlhelfer zur Verfügung gestellt. "Es ist interessant, zu sehen, was hinter den Kulissen für eine Wahl alles abläuft", sagte er. Angefangen von der Vorbereitung, über die Betreuung der Wähler bis hin zur Auszählung am Abend, sei das etwas ganz Neues für ihn. Seine Aufgabe war die Betreuung der Wahlurne. Mit einem Papier hielt er den Schlitz zu, bis ein Wähler vor ihm stand und genau zwei Zettel einwarf - einer für die Kreistagswahl und einer für die Gemeindewahl - nicht mehr und nicht weniger. Vor allem hatte er immer ein Auge darauf, dass alle ausgegeben Wahlzettel nicht versehentlich von den Bürgern mitgenommen wurden, ohne sie einzuwerfen. Das würde beim Auszählen und dem Vergleich zwischen den ausgegebenen und den gezählten Wahlscheinen zu Abweichungen führen.

Aus Klaus Gussinat, Spitzenkandidat der WVL, gab seine Stimme ab. So eine Gemeindewahl sei immer spannend befand er. Grundsätzlich sei es gut, dass alle paar Jahre die Zusammensetzung der Gemeindevertretung durch mischt werde, meinte er. Gerade jetzt sei es spannend, da einige neue Gesichter zur Wahl standen. Das meinten auch die Eheleute Brassat. Durch viele neue Kandidaten sei der Wahlausgang in jedem Fall spannend. Ganz gleich, wer später in die Gemeindevertretung komme, sie hätten mit ihrer Wahlteilnahme ihren Beitrag geleistet. 2008 lag die Wahlbeteiligung in Loose mit 73,8 Prozent erfreulich hoch, landesweit gaben nur 49,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme bei der Gemeindewahl ab.

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