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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2017 | 14:49 Uhr

Sicherheit : Zulassungsstelle ab morgen bewacht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mögliche Gefährdung der Mitarbeiter der Kreisverwaltung und Kfz-Zulassungsstelle lässt Landrat Rolf-Oliver Schwemer zu drastischen Maßnahmen greifen.

von
erstellt am 04.Mär.2015 | 06:17 Uhr

Tag 1 nach der Ankündigung der Sicherheitsstufe bei der Kreisverwaltung und der Kfz-Zulassungsstelle in Eckernförde. Seit gestern werden die Eingänge der Kreisverwaltung in der Rendsburger Kaiserstraße von einem Sicherheitsdienst kontrolliert. Grund dafür sind – wie berichtet – Hinweise auf einen möglichen Angriff auf Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die der Polizei vorliegen. „Schwere Straftaten gegen Behördenmitarbeiter zeigen, wie angreifbar Mitarbeiter in Verwaltungen sind“, teilte Landrat Rolf-Oliver Schwemer am Montag mit. Erst vor einem halben Jahr kam es zu tödlichen Schüssen auf einen Mitarbeiter des Rendsburger Finanzamtes.

Die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen betreffen auch die Kfz-Zulassungsstelle in Eckernförde: In einem ersten Schritt wurden die Öffnungszeiten auf unbestimmte Zeit geändert (siehe EZ vom 3. März). Heute ist die Behörde in der Rendsburger Straße 109 geschlossen. Ab Donnerstag werden zwei Sicherheitsbeamte Sichtkontrollen vor dem Eingang durchführen. „Ein früherer Einsatz des Sicherheitsdienstes ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich gewesen“, sagte der Sprecher des Kreises, Martin Schmedtje, gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Am Montag habe es eine Informationsveranstaltung gegeben an der auch Mitarbeiter der Eckernförder Außenstelle teilgenommen haben und über die Gefährdungshinweise und darausfolgenden Sicherheitsmaßnahmen in Kenntnis gesetzt wurden, erklärte Hans-Joachim Krieger, Personalratsvorsitzender der Kreisverwaltung, gegenüber der EZ. „Der Landrat hat eine schnelle und starke Entscheidung getroffen, die unter den Mitarbeitern auf Zustimmung trifft“, so Krieger. Am Donnerstagmorgen vergangener Woche habe die Polizei die Kreisverwaltung über die Gefährdungshinweise informiert, am Nachmittag sei bereits beschlossen worden, dass diese Maßnahme ergriffen werden. Die Sicherheitskräfte achten speziell darauf, dass keiner der acht Bürger mit Hausverboten in die Kreisverwaltung oder die Zulassungsstelle gelangen. Bei einem von ihnen hat die Polizei Hinweise darauf, dass es zu Übergriffen kommen könnte – und dem will man vorbeugen, auch in Eckernförde.

Die mögliche Gefahr ist bekannt, die Mitarbeiter wurden informiert und die Öffnungszeiten haben sich geändert, der Betrieb aber lief gestern Mittag in der Zulassungsstelle Eckernförde weiter wie gehabt – auch wenn die Mitarbeiter ein mulmiges Gefühl haben dürften. Der Wartebereich war gut gefüllt. Ob die Ausstellung des Führerscheins oder die Anmeldung des Neuwagens – die Anliegen der Bürger wurden wie gewohnt bearbeitet. Viele der Besucher lassen sich von der Nachricht nicht beeinflussen. „Man sollte sich nicht bange machen lassen“, sagt Michael Kroh (55). Man müsse die Gefahr in Relation sehen. „Wie viele Fälle hat es in der Vergangenheit denn gegeben?“

Darlin Kock (21) kam gestern in die Zulassungsstelle um ihr neues Auto anzumelden. Von den Sicherheitsmaßnahmen hat sie von ihrer Mutter erfahren. „Ich brauche ein Auto, um zu meinem Job zu fahren, deshalb musste ich es heute anmelden.“

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