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Jahresempfang : Zukunftspläne auf dem Prüfstand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

50 Gäste beim Jahresempfang des Gettorfer Turnvereins / Speed-Talking bringt Ideen für die Gastronomie im neuen Sportzentrum

Gettorf | An Tischen wird diskutiert. Über das neue Sportzentrum, die dort geplante Gastronomie und die beabsichtigte Satzungsänderung, mit der Vorstand und Geschäftsführung das Delegiertenprinzip einrichten möchten. Dazu gibt es Sekt, Saft und Schnittchen. Um die 50 Mitglieder und Gäste waren am Freitag der Einladung des Gettorfer TV zum traditionellen Jahresempfang ins GTV-Vereinsheim in der Kirchhofsallee in Gettorf gefolgt.

„Ich freue mich, dass trotz einiger Absagen doch so viele gekommen sind“, sagte der Vereinsvorsitzende Gunnar Buchheim, dankte allerseits für Engagement und Unterstützung. Die Zukunftsorientierung des GTV werde leider nicht nur positiv gesehen im Verein und in der Bevölkerung, sagte er. Unterstützung aber gebe es von Kreis, Land und Bund. Insofern, erklärte Gunnar Buchheim, „wollen wir alle unsere Themen heute mit Blick auf die Zukunft des GTV diskutieren“. Bürgermeister Jürgen Baasch etwa sieht die von Vorstand und Geschäftsführung forcierte Umwandlung des GTV von Gettorfs traditionsreichstem Sportverein hin zu einem Sportdienstleistungsbetrieb nicht unbedingt als Gewinn. „So einen Verein mit rund 2200 Mitgliedern und über 40 Sportarten zu führen, das ist schon beachtenswert“, meinte er gleichwohl anerkennend. „Da kann man nur Danke sagen.“ Auch der GTV werde von dem neuen Sportzentrum profitieren, machte er deutlich, nannte die neue Speedskating-Bahn, auf der Meisterschaften ausgetragen werden könnten, die Sanierung der Leichtathletik-Arena und stellte eine neue Sporthalle in Aussicht.

Was die Gastronomie im neuen Sportzentrum angehe, könne sich der GTV bewerben, wie jeder andere Interessent auch. Amtsdirektor Matthias Meins lobte vor allem die Integrationsarbeit, die der GTV für Flüchtlinge leistet. Auch wenn es nicht leichter werde, sagte er. Es sei eine ganz wichtige Aufgabe, die der Sport dort habe. „Wir sind dafür zutiefst dankbar.“

Dann startete das Speed-Talking, bei dem an acht Tischen in wechselnder Zusammensetzung zu den vorgegebenen Themen Sportzentrum, Gastronomie und Satzungsänderung diskutiert wurde. Ideen und Anregungen sollten auf Zettel notiert und an eine Pinnwand geheftet werden. Später standen dort Namensvorschläge für das Gettorfer Sportzentrum wie „Sportpark“ oder „Sportarena“, die Gastronomie sollte ein „Highlight“ in Gettorf werden, sie sollte auf keinen Fall zur „drittklassigen Pommesbude verkommen“. Für besondere Sportereignisse wurde sich „Public Viewing“ gewünscht. Die Diskussion zur geplanten Satzungsänderung mit dem Ziel nach dem Delegierten-Prinzip statt der Mitglieder Delegierte entscheiden zu lassen, blieb weitestgehend aus.

Die Schwierigkeit, Ehrenamtliche für die Vereinsarbeit zu gewinnen, kannten auch Gäste aus anderen Vereinen. Nicht unbedingt müsse sich jeder Sportverein zum Dienstleister entwickeln, um zukunftsfähig zu sein, hieß es an einem Tisch. Vereinsmitglieder würden möglicherweise mitarbeiten, wenn ihnen Aufgaben im Team Spaß machen, sie Erfolg haben, Anerkennung und vielleicht auch Geld dafür bekommen.

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