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Energie- und Bautage in der Stadthalle Eckernförde : Zukunftslösungen rund ums Heim

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Auf den Energie- und Bautagen in der Eckernförder Stadthalle zeigen 30 Aussteller technische Innovationen für die eigenen vier Wände. Auch E-Mobilität ein Thema.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 06:11 Uhr

Eckernförde | Energiesparen, Wärmedämmung, Einbruchschutz – wer neu baut oder einen Altbau saniert, kam am vergangenen Wochenende kaum um die „Energie- und Bautage Eckernförde“ herum. 30 Aussteller zeigten in der Stadthalle ihre neuesten Produkte. Zusätzlicher Schwerpunkt der Messe war das Sonderthema Elektromobilität. E-Bikes und Fahrzeuge namhafter Autohersteller waren vertreten und Probefahrten möglich.

Sanft und geräuschlos setzt sich der Golf in Bewegung, fehlende Vibration und Motorgeräusche irritieren zunächst. Statt Tankuhr zeigt ein Display den Batterieladestand, Stromverbrauch, Kilometer bis zum erforderlichen Ladestopp oder auch die Rückladung beim Bremsen an. Schnell schlägt anfängliche Skepsis in Begeisterung um und löst das bekannte „Haben wollen“ aus. So ist die Frage nach Reichweite, Ladedauer obligatorisch, dass Ölwechsel, defekter Auspuff oder Kupplung der Vergangenheit angehören, muss den Interessenten zunächst bewusst werden. „Als Zweitwagen für die Stadt und kurze Überlandstrecken ist es auf jeden Fall interessant und im Tagesgeschäft ein tolles Auto“, weiß Stadtwerke Energieberater Andreas Steffen, der einen der beiden E-Mobile der Stadtwerke regelmäßig nutzt. Und die Zahl der Ladesäulen steigt permanent, das Netz wird dichter.

Trotz der interessanten Themen fanden am Sonnabend nur wenige Besucher den Weg in die Stadthalle, wo ab und zu eine Alarmanlage mit eindringlicher Lautstärke ihre Funktion demonstrierte. Steigende Werte in den Haushalten erhöhen das Sicherheitsbedürfnis, den eigenen Haushalt alarmtechnisch nachzurüsten. Dank drahtloser Übertragungssysteme hat das den Schrecken zusätzlicher Verkabelungen verloren. „Die Sensoren werden aufgeklebt und sind bis 100 pro Anlage erweiterbar“, erläutert Mark Thietje von der Firma Thitronik die technische Eigenentwicklung, die auch mit Gasmeldern gekoppelt werden kann. Reichweiten bis 150 Meter ermöglichen auch die Einbindung des Gartenhauses oder der Garage, das integrierte GSM-Modul ermöglicht die telefonische Weiterleitung im Alarmfall.

Eher Hardware-gestützt richtet sich die Sicherheitsfunktion am Stand der Firma Asmussen auf die Verriegelung von Fenstern und Türen, die ein Aufhebeln gerade bei Kunststoffrahmen unmöglich macht. „80 Prozent aller Einbrüche erfolgen über Terrassenfenster oder -türen“, macht Andreas Krieg deutlich. Durch eine normierte Produktion lassen sich Fenstergriffe zumindest abschließbar oder auch mit Alarmfunktion ganz einfach austauschen. Worauf man bei Neueinbau von Fenster achten sollte, erläuterte der Fachmann ganz nebenbei.

„Das ist ehemaliges Zeitungsmaterial, versehen mit einem Zusatz gegen Brennbarkeit“, erklärt Gerd Hugemann von der Tischlerei Altwittenbek. Schon längst haben Flockmaterialien als Isolierung ihren Weg in moderne Bauten gefunden. Die Isolierflocken werden mit Luft in die Wandhohlräume von Holzständerwerken geblasen und isolieren besser als herkömmliche Dämmwolle.

Wärme und Trockenheit verspricht das „SolarVenti“ System, das mit Solarpanel und integriertem Gebläse ohne externe Versorgung beispielsweise in Ferienhäusern oder Gartenlauben das Innenklima verbessern kann. Südlage vorausgesetzt, lässt sich mit einem „Voltaik Kraftwerk“ auf dem Balkon der Stromverbrauch im eigenen Zählernetz reduzieren – einfach den Einspeisestecker in die nächste Steckdose und fertig.

Dass Heizung auch schön sein kann, erlebten die Besucher beim „solarteam ostsee“, wo Behaglichkeit mit Infrarotwärme demonstriert wurde. Hoher Wirkungsgrad, gepaart mit unterschiedlicher Optik, so könnten die wartungsfreien Flächenheizungen Öl- oder Gassysteme zumindest im Neubaubereich ablösen. Durch den Wegfall der jährlichen Wartungskosten und der aufwändigen Grundinstallation für Heizkörper amortisieren diese sich nach rund 20 Jahren.

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