Zukunftsaufgabe Küstenschutz

von
01. Juni 2017, 06:15 Uhr

Nach mehreren Beratungsrunden in den Fachausschüssen hat die Ratsversammlung jetzt den Masterplan Küste einstimmig beschlossen. In dem umfangreichen Werk sind – wie berichtet – diverse Maßnahmen zum Küsten- und Hochwasserschutz von einem künstlichen Riff über Schutzmauern und Wälle bis zur Aufstellung mobiler Wände detailliert beschrieben. Die Umsetzung der empfohlenen baulichen Maßnahmen würde Kosten von rund 13 Millionen Euro auslösen und steht daher unter Finanzierungsvorbehalt. Da jedoch angesichts zunehmender Extremwetterlagen und des Meeresspiegelanstiegs mittel- bis langfristig Handlungsbedarf besteht, dürften die Sicherungs- und Schutzmaßnahmen allerdings im Laufe der Jahre auch sukzessive umgesetzt werden, wobei dafür auch Fördermittel zur Verfügung stehen dürften. Der Masterplan Küste ist gleichsam Bestandteil einer übergeordneten Planung für den Bebauungsplan Nr. 70 „Außenhafen / Borbyer Ufer“ (Inkommunalisierung von Wasserflächen) und des Hafenkonzepts.

Ebenfalls einstimmig votierte die Ratsversammlung für die Änderung der B-Plans Nr. 4/9 „Nördliche Altstadt“. Die Bauleitplanung muss wegen des geänderten Landeswassergesetzes in Hochwasserrisikogebieten und der damit verbundenen verbindlichen Festsetzung der Höhenlagen neu angeschoben werden. Zum anderen soll für das Grundstück Frau-Clara-Straße 4 die Baulinie an die der Nachbargebäude angeglichen werden. Dadurch wird die Straßenverkehrsfläche geringfügig um etwa drei Quadratmeter überbaut. Dieser „Eingriff“ in die öffentliche Verkehrsfläche führt zu einer Erweiterung des Geltungsbereichs des B-Plans und erfordert somit eine erneute öffentliche Auslegung und Behördenbeteiligung.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen