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erfolglose wahlen : Zukunft des VfL ist gefährdet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei der Jahreshauptversammlung wurde kein erster Vorsitzender gewählt. Der Rumpfvorstand ist nur noch geschäftsführend bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung im April im Amt.

LOOSE Die Zukunft des VfL Loose steht auf dem Spiel. Auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend in der Bürgerbegegnungsstätte (BBS) ist es nicht gelungen, einen neuen ersten Vorsitzenden zu finden. Daraufhin verzichteten auch die noch amtierenden Vorstandsmitglieder Alexandra Lemke (zweite Vorsitzende), Gustav Mehlert (erster Kassenwart) und Richard Erich (zweiter Kassenwart) auf eine erneute Kandidatur für ihre Posten. In fünf Wochen, am 24. April, ist jetzt eine außerordentliche Mitgliedervesammlung geplant, die ein einziges Ziel verfolgt: die Wahl eines neuen Vorstandes. Bis dahin haben die Mitglieder Zeit, aus ihren Reihen Vorschläge für das Amt des ersten Vorsitzenden zu sammeln. Wird an diesem Abend kein geschäftstüchtiger Vorstand gewählt, droht dem Verein die Auflösung.

Schon länger knirscht es gewaltig im VfL Loose. Seit dem Rücktritt des ersten Vorsitzenden Ulrich Barske im November vergangenen Jahres hat die zweite Vorsitzende Alexandra Lemke die Führungsaufgaben übernommen.

Nur 20 von insgesamt rund 200 Mitgliedern des 1949 gegründeten Vereins waren der Einladung zur Jahresversammlung in die BBS gefolgt. Gerd Feige nahm in seiner Funktion als Bürgermeister teil. Ungewöhnlich war bereits die Begrüßung und die Eröffnung des Abends – der erste Kassenwart, Gustav Mehlert, moderierte die Versammlung. Er machte gleich zu Beginn deutlich: „Der Verein steht dieses Jahr wieder vor dem Problem, dass mehrere Posten im Vorstand zur Verfügung stehen“, so Mehlert.

Die Berichte waren schnell abgehandelt. Die Anspannung war deutlich zu spüren, als Mehlert den Tagesordnungspunkt Wahlen aufrief. „Jetzt geht das los“, war aus den Reihen der Anwesenden zu hören. Noch eine Raucherpause, in der jemand versehentlich die Alarmanlage (passend zur Situation) auslöste – dann begann der Wahlmarathon. Zur Wahl standen die Ämter des ersten Vorsitzenden, des zweiten Vorsitzenden , des Schriftführers und des Kassenprüfers. Vor Eintritt in die Wahlgänge begründete Richard Erich, warum er das Amt des zweiten Kassenwartes niederlegen wollte. „Ich mache gerne weiter, wenn es einen Vorsitzenden gibt, auf den man sich verlassen kann“, sagte Erich.

Das Thema Verlässlichkeit des ersten Vorsitzenden zog sich wie ein roter Faden durch den Wahlmodus und die dazugehörigen Diskussionen. Alexandra Lemke machte deutlich: „Ich wünsche mir nicht, dass sich irgendjemand meldet, nur damit der Posten besetzt ist. Das hilft uns nicht.“ Zu groß sei die Möglichkeit, dass sie selbst wieder einspringen müsse – und genau das wolle sie nicht länger.

Ein flammendes Plädoyer für den Verein hielt Burkhard Römer, seit vielen Jahren Übungsleiter der Tanzsparte. „Was hängt nicht alles an diesem Verein dran? Fast alle Veranstaltungen im Dorf stammen vom VfL“.

Qualvolle Zeit verstrich, bevor Klaus Haber seine Kandidatur als erster Vorsitzender ansprach. Machte aber gleichzeitig klar, dass er aus beruflichen Gründen Zeitprobleme habe. Diese brachten ihn schließlich nach intensiver Diskussion dazu, seine Kandidatur zurückzuziehen. Das sorgte für einige Mitgliedern für Unmut. Klaus Gussinat, selbst als Kandidat ins Spiel gebracht, erklärte: „Der erste Vorsitzende braucht Rückendeckung des Bürgermeisters. Die habe ich nicht.“

Mit den Worten „Ich stelle fest, es ist kein amtierender Vorstand gewählt worden in der heutigen Sitzung“ schloss Gustav Mehlert die erfolglosen Wahlgänge.

Bürgermeister Gerd Feige bedauerte diesen Zustand und versprach, persönlich bis zum 24. April Überzeugungsarbeit zu leisten. Einzig erfolgreich war an diesem Abend die Wahl des Kassenprüfers. Veronika Behrens stellte sich zur Verfügung.

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erstellt am 23.Mär.2015 | 05:23 Uhr

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