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Eckernförder Zeitung

16. August 2017 | 23:58 Uhr

Wechsel : Zukunft der Insel ist ungeklärt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach rund neuneinhalb Jahren verlässt der Damper Pastor Volker Struve „Die Insel“ vorzeitig. Der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde bemüht sich um eine Vertretung bis Ende Juli und berät über die Zukunft der Kur- und Urlauberseelsorge. Verhandlungen laufen.

Damp | „Die Insel“ in Damp ist seit 1976 ein fester Bestandteil im Ostseebad Damp.  Die Zukunft der evangelischen Kur- und Urlauberseelsorge  ist zunächst aber nur bis Ende Juli gesichert, so lange läuft ein Kooperationsvertrag zwischen dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde und der ostsee resort damp unter dem Dach von Helios zur je 50-prozentigen Finanzierung der Pastorenstelle, wie  Propst Sönke Funck  mitteilte.  Amtsinhaber Pastor Volker Struve  wird bereits Ende Januar  seine Stelle aufgeben. Bis Ende Juli soll eine Vakanzbesetzung die Stelle betreuen, bestätigte der Propst die überraschende Veränderung.

Pastor Volker Struve bestätigte auf EZ-Nachfrage seinen Weggang nach zehn Jahren aus Damp. Zu seinen Gründen und zu den möglichen neuen Aufgaben machte er keine Angaben.

Zuletzt war Struves Vertrag im August 2009 erstmalig um fünf Jahre verlängert worden. Eine zweite Verlängerung der Stelle des Kirchenkreises wäre immer überprüft worden, so Funck, bei dem zurzeit alle Fäden zusammen laufen, um möglichst eine Vertretung für die Dienste als Kur- und Urlauberseelsorge im Ostseebad anbieten zu können. „Es war alles sehr kurzfristig“, sagte er, aber zugleich sei er zuversichtlich, bei Ausschreibungen jemanden zu finden, der diese wichtige Aufgabe zunächst bis Ende Juli 2014 übernimmt. Struves Weggang sei Rechtens, erklärte Funck. Jedem Pastor, der bewerbungsbefugt sei, stehe es frei, sich jederzeit auf neue Stellen zu bewerben. Eine Übernahme der Aufgaben durch einen der benachbarten Gemeindepastor hält der Propst auf Grund der Aufgabenfülle für unrealistisch.

Wie es nach Juli mit der evangelischen Kur- und Urlauberseelsorge weiter gehe, sei derzeit Gegenstand sehr intensiver Gespräche innerhalb des Kirchenkreises und der Nordelbischen Kirche aber auch mit dem bisherigen Partner ostsee resort damp.

Bevor aber mit Helios als Mutter der ostsee resort damp über eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit abschließend beraten werde, müssten Nordkirche und Kirchenkreises sich im klaren sein, welche Bedeutung hat Urlauberseelsorge und Tourismuskirche, ist es ein Schwerpunktthema, so Funck. In diesen Beratungen, deren Ergebnisse auch in den Masterplan 2025 des Kirchenkreises einfließen werden, sei aber bereits als sicher einzuplanen, dass die bisherige 50-prozentige Refinanzierung der Stelle durch Helios höchst unwahrscheinlich werde, so der Propst.

Das ostsee resort damp teilte gestern auf Nachfrage mit, dass es an einer Fortführung der Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche interessiert und bereit sei. Zugleich sei man auch bereit, sich zukünftig finanziell zu beteiligen, so Ralf Germer, Geschäftsführer ostsee resort damp. Hierzu liefen derzeit Vertragsverhandlungen. Zu den laufenden Verhandlungen, als auch zu kircheninternen Angelegenheiten werde man sich allerdings nicht äußern, heißt es in der Mitteilung weiter.

Grundsätzlich habe der Tourismus in seiner Propstei einen hohen Stellenwert, aber es gebe eben nicht nur Tourismus in Damp, sondern auch beispielsweise in Eckernförde, an der Schlei, in den Hüttener Bergen und auch im südlichen Kirchenkreisgebiet, so in Aukrug, stellte der Propst fest. Er lege viel Wert auf die Fortsetzung dieses kirchlichen Angebotes, aber mit welchem Personal und in welcher Struktur es zu fassen sein wird, dazu konnte der Propst noch keine Angaben machen.

In die Beratungen werde auch die räumliche Nähe der evangelischen Insel und der katholischen Kirche St. Elisabeth in Damp einfließen, „die Kirchennähe schreit förmlich nach Ökumene“, so Funck. Bereits unabhängig von der neuerlichen Situation führte der Propst Gespräche mit seinen katholischen Amtskollegen und auch die bisherigen drei hauptamtlichen Kirchenvertreter, Struve, die evangelische Krankenhausseelsorgerin Viola Engel und der katholische Kurseelsorger Georg Hillenkamp trafen sich, um die Ökumene auszubauen. Ein erstes Ergebnis war die Einrichtung eines ökumenischen Raums der Ruhe in einer Damper Klinik.

 

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erstellt am 10.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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