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Neuer Standort : Zufriedene Gesichter beim Flohmarkt für gute Zwecke

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der neue Standort auf dem Rathausmarkt kommt bei Organisatorinnen, Händlern und Kunden gut an.

Eckernförde | Noch vor wenigen Wochen herrschte Untergangsstimmung bei Silke Jürgensen und Rosi Moltzen. Ihr „Flohmarkt für gute Zwecke“, bei dem die Standgebühren zur Unterstützung von Menschen in Not oder gemeinnützigen Organisationen zugute kommen, stand kurz vor dem Aus. „Erst vor zehn Tagen haben wir von der Stadt das Angebot bekommen, an einem Sonntag im Monat den Rathausmarkt nutzen zu können“, sagt Silke Jürgensen. Zuvor waren der Platz am Kakabellenweg durch die Nutzung als Wohnmobilstellplatz und auch der kurzfristig bereitgestellte Edeka-Parkplatz weggefallen.

Nur zehn Tage hatten die beiden Eckernförderinnen Zeit, um für den Markt am neuen Standort auf Plakaten zu werben. Alle Verkäufer, die regelmäßig dabei sind, haben sie angerufen und haben am Sonnabend auf dem Floh- und Trödelmarkt am Hafen Handzettel verteilt.

Und es hat sich gelohnt. „40 Verkäufer sind heute hier“, sagte Silke Jürgensen am vergangenen Sonntag, als sie das Standgeld von den Verkäufern einsammelt. „Das ist normal für den ersten Flohmarkt im April.“ Im Sommer werden es mehr, in Spitzenzeiten haben die beiden Frauen 179 Verkaufsstände auf dem Kakabellenplatz gezählt. Auf dem Rathausmarkt ist etwa Platz für 100 Verkäufer. „Es ist alles enger, und die Leute müssen näher zusammenrücken“, sagt Rosi Moltzen. Das mache den Flohmarkt aber auch gemütlicher. Und dass die Verkäufer ihre Stände nicht mehr direkt vor ihren Autos aufstellen können, stört auch kaum jemanden. „Dann muss man eben ausladen und woanders parken.“

Für Kristina Hansen und Jan Christiansen aus Eckernförde ist das kein Problem. Als Verkäufer bauen sie schon früh ihren Stand auf und parken im Anschluss am Bahnhof. „Um die Zeit bekommt man auch auf jeden Fall einen Parkplatz.“ Im Gegenzug loben sie den zentralen Standort: „Es ist mehr los, weil die Geschäfte geöffnet haben. Und viele Leute gehen dann auch über den Flohmarkt.“

Mehr Laufkundschaft – das heben auch Bettina Hansen aus Eckernförde sowie Kirsten Johannsen und Thomas Linz aus Gettorf lobend hervor. „Und man ist durch die Häuser rundherum gut vor dem kalten Wind geschützt“, sagt Bettina Hansen. „Ganz anders als zum Beispiel am Hafen.“ Für sie ist der Flohmarkt für gute Zwecke etwas Besonderes, weil es keine professionellen Händler, sondern nur private Verkäufer gibt. Und das mache einen klassischen Flohmarkt aus. „Klar will dann auch jeder feilschen“, sagt Kirsten Johannsen, „aber das gehört auch dazu“.

Silke Jürgensen und Rosi Moltzen sind sehr zufrieden mit der Resonanz beim ersten Flohmarkt am neuen Standort. Sie würden im Sommer gern den Kirchplatz mitbenutzen und haben schon Kontakt zur Kirchengemeinde St. Nicolai aufgenommen. Diese reagiert vielleicht auf ihr großes Herz: In den vergangenen Monaten haben die beiden Frauen über die eingenommenen Standgebühren einem Kind eine Klassenfahrt ermöglicht, der Schule am Noor neue Fußbälle gekauft und dafür gesorgt, dass sich eine Familie die Fahrt zum Spezialkrankenhaus, in dem die Tochter operiert wurde, leisten konnte.

>Flohmarkt für gute Zwecke, Nächste Termine: 8. Mai, 5. Juni, 3. Juli, 14. August, 4. September, 2. Oktober jeweils von 6 bis 15 Uhr auf dem Rathausmarkt. Standgebühr: 3 Euro pro Meter. Keine Neuware, Infos: Tel. 0173/5689948.

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erstellt am 11.Apr.2016 | 05:44 Uhr

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