zur Navigation springen

Spielplätze : Zu wenig Bänke und zu viele Hundehaufen

vom

Ehrenamtliche Spielplatzpaten berichten im Rathaus über den Zustand der städtischen Kindereinrichtungen.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 07:29 Uhr

Eckernförde | Mit weniger Vandalismus, dafür aber mehr Verunreinigung durch die Hinterlassenschaften von Hunden haben es die Spielplatzpaten im vergangenen Jahr zu tun gehabt. Das erklärte Kerstin Wehr, die ehrenamtlich einen Kinderspielplatz im Domsland betreut und jetzt an dem Treffen der Eckernförder Spielplatzpaten im Rathaus teilgenommen hat. Seit 2003 treffen sich dort einmal pro Jahr die Paten der städtischen Spielplätze mit Bürgermeister Jörg Sibbel und Bauamtabteilungsleiter Uwe Winkelmann, um sich über den aktuellen Zustand, Verbesserungsvorschläge oder Neuerungen auf den insgesamt 22 Eckernförder Spielplätzen auszutauschen.

Dabei kam man in diesem Jahr vor allem um das Thema der Hundeführung kaum herum: Trotz eines Verbots der Tiere auf den Kinderspielwiesen und in den Sandkästen komme es nicht nur zu einer kontinuierlichen Verunreinigung der Plätze durch Hundekot, der oftmals von den Tierbesitzern nicht weggeräumt würden, auch würden viele Hunde von ihren Besitzern frei laufen gelassen, wie Kerstin Wehr berichtet. Die Tagesmutter von vier Kindern habe es immer wieder mit Hunden zu tun, die nicht an der Leine gehalten würden. "Zwar sind die meisten Hunde eher friedlich", so Wehr. "Wenn sie jedoch auf eines der Kinder zustürmen, bekommt dieses natürlich trotzdem erst einmal einen großen Schreck."

Zu einer besseren Beseitigung der "Schietbüddel" könnten zunächst noch mehr Mülleimer verhelfen, schlug Elisabeth Frank vor, die sich um den Spielplatz am Brückenweg kümmert.

Laut wurde an diesem Nachmittag außerdem der Ruf nach weiteren Sitzbänken an den Spielplätzen sowie Rutschen, Schaukeln und Klettermöglichkeiten, die auch für unter Dreijährige geeignet sind. "Oftmals kommen die Kleinsten einfach nicht an die Geräte, diese sind einfach zu hoch", sagt Kerstin Wehr. "Dabei sind es gerade die Kinder im Alter von bis zu drei Jahren, die die Spielplätze regelmäßig nutzen. Ab fünf Jahren hingegen werden die Spielplätze immer uninteressanter."

Im Rathaus fanden die Anliegen Gehör. Bürgermeister Jörg Sibbel versprach, sich den Punkten anzunehmen und machte schon während des Treffens Hoffnung auf neue Sitzmöglichkeiten an den Spielplätzen.

Für die 22 städtischen Kinderspielplätze zeichnen sich derweil zwölf ehrenamtliche Paten mitverantwortlich. Für zehn Plätze könnten hingegen noch Patenschaften übernommen werden, unter anderem in der Richard-Vosgerau-Straße, der Dietrich-Bonhoeffer-Straße, am Pferdemarkt und am Schulweg.

Die Aufgabe der Paten besteht darin, die Spielplätze regelmäßig zu besichtigen und Defekte an den Spielgeräten oder Vandalismus zu melden. Die Stadt gewährt dafür einen jährlichen Kostenzuschuss von 50 Euro, etwa für Telefonate. Wer sich als Spielplatzpate engagieren möchte, kann sich im Rathaus unter Telefon 04351/710602 oder bei Uwe Winkelmann in der Abteilung Bau im Zimmer 613 persönlich melden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen