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Atelierkunst : Zu Gast am Ort, wo die Kunst passiert

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Altenhofer Künstler Volker Altenhof öffnete am Wochenende sein Atelier und gewährte Besuchern spannende Blicke auf seine Arbeiten – dort wo die Kunst passiert.

shz.de von
erstellt am 03.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Pinsel in Töpfen und Farben sind auf dem Tisch vor dem Fenster aufgereiht, an den Wänden hängen seine Bilder, das kürzlich vollendete Werk auf der Staffelei trägt den Titel „Zwei Fische“. Am Wochenende öffnete der Künstler Volker Altenhof wieder einmal sein Atelier in Brunnenbek in Altenhof. Gerne führt er seine Gäste herum, zeigt kleine und großformatige neue Arbeiten in Tempera auf Leinwand.

„Jetzt wird es Winter, man wird so innerlich“, sagt er und muss ein bisschen lachen. „Es ist ein Angebot, sein Gehäuse zu verschönern mit netten Bildern.“ Mittlerweile hat es Tradition, dass er sein Atelier öffnet. „Es ist doch anders, als wenn man anonym in eine Galerie geht“, findet er. „Hier kann man sehen, wo und wie meine Bilder entstehen.“

Der freischaffende Künstler Volker Altenhof, 1950 in Hoya in Niedersachsen geboren, hat freie Kunst und experimentelle Malerei an der Muthesius-Hochschule in Kiel studiert und seine Werke bereits in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. In seinen Bildern, die sich durch eine farbsensible, lyrische Bildsprache auszeichnen, durchsetzt von autobiografischen Erfahrungsmomenten, sucht er gerne die Begegnung mit dem Elementaren in der Natur. Es sind meist Zyklen, an denen er arbeitet. Seine Themen sind die Balance, das Meer und der Wald vor seiner Haustür, Landschaften aber auch Lebewesen oder Figuren, die er in Komposition und Farbgebung immer wieder unterschiedlich bearbeitet. Ganz neu sind die Bilder mit Fischen. Hier interessiert ihn vor allem die Formensprache. „Fische haben strömungsgünstige Formen“, sagt er. „Das hat auch eine gewisse Ästhetik.“ Anders die Wald-Bilder, die im Laufe des Jahres entstanden sind. „Da geht es mir um die Idee des Waldes“, sagt er. Eine Staffel von Baumstangen, die in einer gewissen räumlichen Anordnung Konfigurationen bilden, Alleen, Fluchtpunkte. Er hüllt seine Wälder in herbstliches Kupferbraun oder leuchtendes Türkis. „Ich versuche die Stimmungen zu zeigen, die der Wald in mir auslöst“, sagt er.

Von den Werken aus dem Zyklus Figuren kann er nur einige wenige zeigen. Denn eine Auswahl befindet sich bereits gut verpackt auf der Reise nach Mexiko, um in einer Ausstellung auf einem Schiff gezeigt zu werden. Hier hinterlässt sein Bild „Zwölf Philosophen“ einen bleibenden Eindruck. Lang und schlank stehen die Denker da nebeneinander aufgereiht. Einige scheinen zueinander gewandt miteinander zu kommunizieren und doch bleibt jeder irgendwie für sich. „Hier sind noch 100 Sachen in Arbeit“, sagt Altenhof und holt einige noch unvollendete Werke hervor. „Offenes Atelier bedeutet, dass hier die Kunst passiert.“

>www.volker-altenhof.de

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