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Zoff beim RTSV: Trainer Waskönig vor dem Aus?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wieder einmal sollte alles besser werden beim Rendsburger TSV. Der Traditionsverein sorgte in der vergangenen Saison nicht gerade für viele Positivschlagzeilen (u.a. Rückzug der II. Mannschaft, mehrere Trainerentlassungen), und auch in dieser noch jungen Verbandsligaspielzeit gibt es schon wieder Zoff. Der Landeszeitung gab Trainer Stefan Waskönig ein Interview, welches wohl für Unruhe sorgen wird – oder seinen Abgang.

Hier lesen Sie einige Auszüge aus dem Interview:

Herr Waskönig, man hatte den Eindruck, der RTSV sei auf dem Weg, Ordnung und Struktur in seine Fußballabteilung zu bekommen.

Stephan Waskönig: Das habe ich auch gedacht. Nun gilt es für mich, daraus meine persönlichen Konsequenzen zu ziehen. Ich muss sehen, wie ich damit umgehe. Aber ich werde auch Taten folgen lassen.

Meinen Sie das in Bezug auf die Weiterführung Ihres Traineramtes?

Nein. Ich meine das in Bezug auf meinen Betreuer und in Bezug auf einige Spieler, die meinen, sich daneben benehmen zu müssen. Da werde ich beim Training heute ein wenig aufräumen.

Haben Sie mit Fritz Bohla, der am Sonnabend überraschend bekannt gab, nun doch nicht das Amt des Ligamanagers übernehmen zu wollen, inzwischen noch einmal über sein Beweggründe sprechen können?

Er hat einfach im Umfeld Probleme gesehen, das durchzusetzen, was er als notwendig erachtet hat. Das ist aber ein altbekanntes Problem. Es gibt in diesem Verein einfach zwei Leute, die das Regiment führen und die Hand auf allen Dingen haben.

Was bereitet Ihnen denn mehr Kopfzerbrechen? Die sportliche Situation oder die Probleme im Umfeld?

Die Schwierigkeiten im sportlichen Bereich werden sich legen. Es war bei der Vielzahl von neuen Spielern klar, dass es seine Zeit braucht. Die Niederlagen zuletzt sind für mich auch keine Katastrophe, auch wenn ich mir das als Trainer anders gewünscht hätte. Eine Katastrophe ist das, was außen herum passiert ist. Diese Beschimpfungen untereinander und am Platz sind viel, viel, viel schlimmer als das, was auf dem Platz passiert ist.

Ist also heute ein entscheidender Tag für Ihre Zukunft und die der Mannschaft?

Heute ist ein sehr entscheidender Tag. Ich werde mit einigen Leuten sprechen und ihnen sagen, dass ich mit ihnen nicht mehr zusammenarbeiten werde. Dann wird es sicher eine Reaktion geben, auch von den Calbows (die Hauptsponsoren, d. Red.), und ich werde sehen, was passiert. Ich bin angetreten, um diese Disziplinlosigkeiten zu verändern. Jetzt bleibt mir nichts anderes, als danach zu handeln. Ob ich das dann überlebe, wird sich zeigen.

Das heißt, Sie scheuen auch Konsequenzen für sich selbst nicht?

Nein. Wenn es nicht weitergeht, dann ist es eben so.

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erstellt am 19.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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