Zirkusluft im Klassenzimmer

Finja Brückner und Paulina Härtel haben gestern bei der Generalprobe ihre Ring-Akrobatik perfekt choreographiert.
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Finja Brückner und Paulina Härtel haben gestern bei der Generalprobe ihre Ring-Akrobatik perfekt choreographiert.

Circus Radefiz tritt heute, morgen und Sonntag auf / 180 Schüler zeigen Akrobatik, Clownerie und Zauberei

shz.de von
09. Februar 2018, 06:56 Uhr

Licht aus und Spot an für den Circus Radefiz: Heute, morgen und Sonntag führen 180 Schüler an der Waldorfschule in der Schleswiger Straße ihre Kunststücke auf. Die öffentlichen Vorführungen beginnen jeweils um 15.31 Uhr.

Der Circus Radefiz ist bei den Zuschauern wegen der hohen Qualität des Programms bekannt. Hier hängen Luftakrobaten ohne Netz und doppelten Boden am Trapez und springen Turner Flic-Flacs und Salti ohne Hilfestellung. Seiltanz, Jonglage, Rock’n’Roll, Clownerie und Zauberei – der Circus Radefiz zeigt dreieinhalb Stunden lang alles, was ein Zirkus seinem Publikum bieten muss, auch Akrobatik am Mast und auf luftgefüllten Airtrack-Matten, die neu ins Programm aufgenommen wurde.

Der Circus Radefiz wurde vor 28 Jahren von Lehrer Ralph Brandhorst ins Leben gerufen. Zunächst nahmen zwölf Schüler an dem freiwilligen Angebot teil, heute sind es 180 Schüler der 5. bis 13. Jahrgangsstufen. Auch Technik, Beleuchtung und Musik werden von Schülern übernommen.

Die Arbeit in der Manege soll aber nicht nur Spaß machen, sondern erfüllt pädagogische Ansprüche: „Die Kinder lernen, dass sie lange üben müssen, bis sie etwas beherrschen“, erklärt Jana-Marie Brandhorst, Übungsleiterin beim Circus Radefiz. „Auch trägt es zur Persönlichkeitsentwicklung und zum Ausbilden von Selbstbewusstsein bei, wenn die Kinder vor knapp 500 Zuschauern etwas vorführen.“ Dafür trainieren sie im wöchentlichen Rhythmus.

Als gemeinschaftsbildendes Projekt schweißt die Zirkusarbeit die Schüler zusammen. Auch Finja Brückner (12) und Paulina Härtel (13) heben die positive Stimmung im Zirkus hervor. Die beiden Schülerinnen zeigen ihre Kunststücke am Ring in mehreren Metern Höhe, die Choreographie dazu haben sie sich selbst ausgedacht.

Nicht selten kommen auch ehemalige Schüler, die schon längst im Arbeitsleben stehen, für die Aufführungen vorbei, um zu helfen. „Einmal Radefiz, immer Radefiz“, fasst Jana-Marie Brandhorst zusammen.

Erfahrungsgemäß sind die Eintrittskarten immer schnell verkauft. Mit etwas Glück können Karten noch über die Homepage www.circus-radefiz.de bestellt werden, ein kleines Kontingent liegt auch an der Tageskasse bereit. Einlass ist immer um 15.15 Uhr, wer jedoch einen guten Platz haben möchte, dem wird empfohlen, sich schon früher anzustellen – auch um sich noch entspannt mit Verpflegung einzudecken, die es in großer Auswahl gibt.

>Der Eintritt kostet 6 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder. Verkleidete Kinder bezahlen 2 Euro Eintritt.

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