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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 02:47 Uhr

Zikita : Zeitung mit allen Sinnen erfassen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gettorfer „Kita am Sportplatz“ nimmt zum neunten Mal bei Zikita teil / Neben Spiel und Spaß wird auch über Inhalte gesprochen

Gettorf | Gespannt sitzen die Kinder im Stuhlkreis, in der Mitte liegt eine aufgeschlagene Eckernförder Zeitung, auf der die Kina-Seite zu sehen ist. Am anderen Ende des Raumes der Kita sind zwei Sandmuscheln, aber statt Sand, sind sie mit Zeitungspapier gefüllt. Schnell ist klar, dass hier etwas mit Zeitung passiert.

Bereits zum neunten Mal nimmt die Gettorfer „Kita am Sportplatz“ am Zikita-Projekt, „Zeitung in der Kindertagesstätte“, teil. Dabei können die kleinen Reporter vier Wochen lang mit der Zeitung arbeiten. Jeden Tag wird ein Exemplar pro Kind geliefert. Obwohl die Kinder das Lesen erst noch lernen müssen, können sie schon einiges mit mit dem Medium anstellen.

Gestern bekamen die kleinen Reporter Besuch von einer Redakteurin der Eckernförder Zeitung. Was macht ein Reporter eigentlich? Gibt es auch lustige Sachen, über die man schreiben kann? Gehen Piet und Paula auch in die Kita? Diese und viele andere Fragen hatten die Vorschulkinder der Igel-, Piraten- und der Delfingruppe.

Nachdem sie genug aus dem Alltag eines Zeitungsjournalisten erfahren hatten, ging es an die Arbeit. Dabei wird nicht nur in der Zeitung geblättert. Das Medium wird mit allen Sinnen erfahren. „Wir experimentieren viel herum“, erzählt Kitaleiterin Birgit Gang. Die Kinder fühlen, riechen und schmecken die Zeitung, testen die Reißfestigkeit und wieviel Flüssigkeit sie aufnehmen kann. Dann eignet sich das viele Papier zum Basteln und die vielen Bilder werden ausgeschnitten. „Die Kinder brauchen zwischendurch auch ein bisschen Bewegung, deshalb machen wir auch einige Bewegungsspiele“, erklärt Gang. Dabei müssen die Kinder die Zeitungen auf dem Kopf balancieren oder eine „menschliche Druckpresse“ simulieren, einen Zeitungstanz machen oder Zielwerfen mit Papierbällen.

Das Zikita-Projekt sei eine gute Vorbereitung für die Schule, erklärt Birgit Gang. „An den verschiedenen Stationen müssen die Kinder selbstständig arbeiten und sich gegenseitig helfen“, berichtet Gang. In der Schule müssten sie auch in Gruppen zusammenarbeiten. Die Kinder haben auch Befragungen vorgenommen, unter anderem sollten sie dabei lernen, nicht alles zu glauben, was man ihnen erzählt. „Wir sprechen auch über die Inhalte der Zeitung, da stehen ja auch schon mal schlimme Sachen drin“, sagt Gang. Da müsse man besonders bei Bildern aufpassen, dass sei nicht alles für Kinderaugen gedacht. „Mit Politik können die Kinder natürlich noch nichts anfangen, aber wenn irgendwo was los ist, dann wissen die Kinder auch oft schon Bescheid“, so die Erzieherin. Gang, die als Leiterin keine Gruppen betreut, nimmt das Zikita-Projekt immer wieder zum Anlass, mit den Kindern zu arbeiten. „Bei Zikita nehme ich mir dann die Zeit, weil mir die Arbeit mit den Kindern Spaß macht.“ Zurzeit ist die Einrichtung gut besetzt, so dass sie das Projekt zu zweit betreuen können. „Das brauchen die Kinder auch, weil sie natürlich viele Fragen haben.“ Die Kinder sollen auch lernen, kritisch mit Quellen umzugehen, Dinge zu Hinterfragen und nicht alles zu glauben,was ihnen erzählt wird.

Zikita ist immer ein ganz besonderes Ereignis, dessen Höhepunkt dann der Besuch im Druckzentrum des shz in Büdelsdorf ist, so Gange.

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erstellt am 22.Feb.2017 | 08:44 Uhr

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