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Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 12:59 Uhr

Zeitplan top – Kosten zu hoch

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Architekt informiert Gemeindevertretung über rund 28 000 Euro höhere Kita-Anbaukosten

Mit rund 28 000 Euro höheren Kosten muss die Gemeinde beim Anbau eines dritten Gruppenraums am gemeindlichen Kindergarten Biberburg rechnen. Dies berichtete Bürgermeister Fritz Blaas bei der Sitzung der Gemeindevertretung. In einer ersten Entwurfsplanung waren für den 100 Quadratmeter-Anbau rund 210 000 Euro geschätzt worden. Inzwischen müsse man mit 238 000 Euro rechnen. Bereits bei der Bauausschusssitzung war diese deutliche Abweichung kritisiert worden. Für Klarheit über die Mehrkosten sollte Architekt Joachim Gerhardt vom betreuenden Planungsbüro Lassen und Partner sorgen.

Die Mehrkosten seien einerseits auf zusätzliche Bauleistungen zurückzuführen, die bei der ersten Kostenschätzung nicht absehbar waren. Immerhin sei die Entwurfs- und Kostenplanung innerhalb nur einer Woche erstellt worden, um sehr schnell die Unterlagen zur Beantragung der Förderzuschüsse zusammen zustellen, erinnerte Gerhardt. Anders als sonst üblich verzichtete man im Einvernehmen mit der Gemeinde auf eine detaillierte Zwischenkalkulation vor der Ausschreibung. Im Laufe der Ausschreibung zeigten sich bei den Angeboten schon Abweichungen nach oben. Andererseits wurden statt Kunststofffenster Alu-Fenster und auch etwas höherwertige LED-Lampen installiert. Nicht abschätzbar waren hingegen Mehrkosten durch einen schweren Boden, der zu umfangreichem Bodenaustausch führte (+10 000 Euro). Weitere 5000 Euro mehr mussten für den Anschluss der Haustechnik des Altbaus an den Neubau eingesetzt werden. Viele Lösungen ergaben sich erst im Zuge der Arbeiten. Darüber hinaus wurden rund 5000 Euro für Sonnenschutz eingesetzt, der in der Ausgangsplanung nicht enthaltenen war, erklärte Gerhardt. Kritik übten sowohl Karl-Heinz Hansmann (SPD) als auch die zwei CDU-Gemeindevertreter Gerd Jordan und Bernd Truelsen. Sie hätten erwartet, dass die Planungsarbeit des Profis näher am Endpreis gelegen hätte. Dafür habe man schließlich Profis beauftragt, so Hansmann. Truelsen bemängelte zudem, dass man nicht zwischenzeitlich eine Eilsitzung einberufen habe, um das Vorgehen abzusprechen.

Gerhardt betonte, dass die erste Kostenschätzung nach statistischen Mittelwerten und an Hand von Vergleichsvorhaben ermittelt würden. Den tatsächlichen Kosten wäre man vermutlich näher gekommen, wenn eine Zwischenkalkulation erfolgt wäre. Darüber hinaus berge jedes Vorhaben, gerade wenn es klein sei, die Gefahr, dass Unwägbarkeiten den Kostenrahmen gefährdeten.

Die Gemeinde bekommt 140 000 Euro als Zuschuss aus Bundesmitteln für den Bau von Kitaplätzen für U3 Kinder. Die Einrichtung wird im Herbst fertig, und auch die Arbeiten an den Außenanlagen werden dann abgeschlossen sein. Betriebsstart bleibt der 1. Januar, machte Blaas deutlich.

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erstellt am 07.Sep.2013 | 06:02 Uhr

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