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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 13:30 Uhr

Zeiten des Umbruchs im Künstlerhaus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus mit Sitz in der Ottestraße 1 beherbergt im Rahmen seines Stipendienprogramms seit Anfang August drei junge Künstler mit sehr unterschiedlichen Wirkungsbereichen.

Die Jugendbuchautorin Stefanie de Velasco (36) , deren Debütroman „Tigermilch“ mit verschiedenen Auszeichnungen, darunter auch das Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium, ausgezeichnet wurde, ist mit ihrem Buch über zwei heranwachsende Mädchen im multikulturellen Berlin für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2014 nominiert. Sie studierte Europäische Ethnilogie und Politikwissenschaft in Bonn, Berlin und Warschau.

Ihr Künstlerkollege Luis Sezões (32) stammt aus Portugal. Dort hat er an den Kunstakademien in Lissabon und Porto studiert und sich inzwischen vor allem auf Installationen im öffentlichen Raum spezialisiert. Er hat sich bereits an verschiedenen künstlerischen Projekten beteiligt. Das Projekt “OCO-Coastline and Ocean Observatory“, das sich mit den verlassenen Festungsbauten in Tranfaria in Lissabon beschäftigt, gewann den 1. Preis im Architekturwettbewerb „(Un)Restricted Access“ und wurde 2012 auf der Architekturbiennale in Venedig ausgestellt.

Michael Struck (32) kommt ursprünglich aus Kiel und studierte Malerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel bei Jürgen Partenheimer. Vor seinem Abschluss wechselte er jedoch an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und erwarb dort in Zusammenarbeit mit Toon Verhoef im vergangenen Monat sein Diplom. Im Anschluss daran wurde er in das Programm des Fördervereins aufgenommen. Im Rahmen der zehnten Grafik-Biennale in Kaliningrad-Königsberg gewann er 2011 für seine Installation „Wanderer“ den Sonderpreis der Jury. Dieses Werk besticht vor allem durch die Verwendung von Monotypien. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem auf Glas-, Igelit-, Acryl- oder Metallplatten gezeichnet oder gemalt wird. Anschließend wird die noch feuchte Farbe mittels Presse oder Handabreibung auf das Papier gedruckt. Der Maler und Grafiker hat sich im Zuge seines künstlerischen Schaffens in den letzten Jahren neben der Malerei auf Leinwand besonders auf dieses Verfahren spezialisiert.

Die drei kreativen Köpfe fühlen sich im Künstlerhaus bereits sehr wohl, auch wenn ihre ersten Schaffenstage noch von einigen Baugeräuschen begleitet wurden. „Es sind Zeiten des Umbruchs.“, erklärt Norbert Weber, Vorstandsmitglied des Kunsthaus-Fördervereins.

In einer umfangreichen Sanierung und Renovierung werden der Eingangsbereich und der Hauptraum des Künstlerhauses seit Beginn des Jahres komplett neu gestaltet. Eine Wiedereröffnung der Räumlichkeiten im Herzen der Stadt ist für den 28. August im Rahmen einer Bauübergabe mit dem Bürgermeister und dem Vorsitzenden des Fördervereins geplant.

Außerdem gastiert ab dem 3. September die sehenswerte Wanderausstellung „Zukunft der Vergangenheit“ der Wüstenrot Stiftung in der „otte1“ . Diese sehenswerte Schau reist seit über einem Jahr quer durch die Bundesrepublik und Eckernförde hat als zweite und zeitgleich letzte norddeutsche Stadt die große Ehre, sie präsentieren zu dürfen.

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erstellt am 14.Aug.2014 | 15:14 Uhr

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