Fusionsjubiläum : „Zeit war reif für Zusammenschluss“

Erinnerten sich an die Anfänge der Gemeinde Ahelfeld-Bistensee: Andreas Betz (v.l), Andreas Brück, Dr. Johann Wadephul, Helge Badent, Detlef Kroll, Lutz Clefsen und Gero Neidlinger (v.l.).
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Erinnerten sich an die Anfänge der Gemeinde Ahelfeld-Bistensee: Andreas Betz (v.l), Andreas Brück, Dr. Johann Wadephul, Helge Badent, Detlef Kroll, Lutz Clefsen und Gero Neidlinger (v.l.).

Feierstunde zum zehnjährigen Jubiläum des Gemeindezusammenschlusses von Ahlefeld und Bistensee.

shz.de von
05. März 2018, 06:11 Uhr

Ahlefeld-Bistensee | Genau zehn Jahre ist es her, dass sich die Dörfer Ahlefeld und Bistensee entschlossen, eine neue, gemeinsame Gemeinde zu gründen. Das Jubiläum begingen Bürger, Bürgermeister und Ehrengäste in einer Feierstunde in den „Seeterrassen“, mit Blick auf den teils vereisten Bistensee.

„Zehn Jahre Gemeinde, mag der eine oder andere sagen, ist vielleicht nicht viel. In unserem Fall ist es das aber schon“, hob der sichtlich gut gelaunte Bürgermeister Detlef Kroll die Besonderheit der noch jungen Geschichte Ahlefeld-Bistensees hervor. „Wir waren zwei quicklebendige Gemeinden, die nicht hätten zusammen gehen müssen“. Der Zusammenschluss zum 1. März 2008 sei auf freiwilliger Basis erfolgt. Denn in vielen Bereichen existierte bereits eine Zusammenarbeit. Letztendlich seien es 16 Gemeindevertreter gewesen, die überlegt haben, „wir können doch zusammengehen“, erinnerte Detlef Kroll an die große Verantwortung der Entscheidungsträger von damals. „Es gab keinerlei Streit, alles ging ruckzuck zusammen“, betonte der Bürgermeister.

Mit der Gründung des Naturerlebnisraumes Bistensee, der Modernisierung des Gästehauses und der Installation des schnellen Internets seien viele positive Dinge in den vergangenen zehn Jahren angeschoben worden. Aus belasteten Haushaltslagen seien nun sogar Rücklagen geworden, so Kroll weiter. Weniger schön seien die Verluste der Regionalschule und des Ortsverbandes des DRK gewesen. „Wir sind jedoch immer noch eine aktive Gemeinde, wenn es darum geht, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen“, lobte der Bürgermeister die gemeinsame Feuerwehr, das Laterne laufen und das Kinderfest.

Als Ehrengast gratulierte auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Johann Wadephul zur Rosenhochzeit. „Der liebe Gott hat es gut mit Euch gemeint, das ist schon ein schönes Fleckchen Erde hier“, sagte Wadephul über den Ausblick auf den winterlichen Bistensee. „Es ist unsere Aufgabe, gleiche Lebensbedingungen dafür zu schaffen, dass das Leben auf dem Land attraktiv und gut bleibt“, so der Ehrengast weiter. „Das Leben auf dem Dorf ist wertvoll und da ist ein guter Bürgermeister viel wichtiger“, sagte Johann Wadephul mit skeptischem Blick auf das neue Heimatministerium der künftigen Bundesregierung. „Ich bedanke mich bei allen, die diesen Ort lebenswert machen“.

Auch Kreispräsident Lutz Clefsen gratulierte den Anwesenden zum Jubiläum: „Es war der richtige Schritt, zusammen zu gehen“, bestärkte Clefsen die Entscheidung von damals. „Bürger, die das Wertvolle in den Gemeinden leben, sind das wichtigste Kapital, das wir im Kreis haben“, betonte der Kreispräsident. Man habe sich auf das besonnen, was diese Gegend ausmache: die gemeinsame soziale Fürsorge.

Amtsdirektor Andreas Betz erinnerte an den Erhalt der Ortsschilder und die Einrichtung dreier Ortsteile: „Das war wichtig, um die Identifikation nach außen und innerhalb der Gemeinde sicherzustellen“.

Bistensees damaliger Bürgermeister Helge Badent sah einen Entwicklungsprozess in der Bevölkerung wachsen: „Die Idee gab es schon lange, aber erst dann war die Zeit reif für einen Zusammenschluss“. Andreas Brück, der die neue Gemeinde bis zur Kommunalwahl im Juni 2008 als Bevollmächtigter des Kreises führte, zeigte sich ebenfalls stolz auf das Erreichte: „Es lief alles sehr harmonisch ab, alle verfolgten das gleiche Ziel“. So blickt auch Detlef Kroll voller Freude auf die kommenden Jahre in Ahelfeld-Bistensee: „Wir brauchen uns um die Zukunft keine Sorgen zu machen, wenn wir so weitermachen wie bisher“.


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