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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 06:00 Uhr

Neue Organistin : Zeit für neue Schritte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Julia Uhlenwinkel tritt die Nachfolge von Christiane Etzold an. Ihren ersten Einsatz an der Orgel hat sie zum ersten Advent.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 06:32 Uhr

Sie wirkt offen, freundlich, unaufgeregt. Am 1. Dezember tritt Julia Uhlenwinkel ihre neue Stelle als Kirchenmusikerin in der Kirchengemeinde Gettorf an. Auf Wohnungssuche in Gettorf nahm sich die 34-jährige B-Kirchenmusikerin aus Jürgenstorf in Mecklenburg-Vorpommern Zeit für ein Treffen mit der Eckernförder Zeitung.

Geboren wurde Julia Uhlenwinkel in Bassum bei Bremen. Sie wuchs in der Hannoverschen Landeskirche auf, studierte in Greifswald Kirchenmusik und war zunächst Kantorin auf Usedom, bevor sie in Jürgenstorf in Mecklenburg-Vorpommern hängen blieb. In der benachbarten Kleinstadt Stavenhagen, mit 6000 Einwohnern nicht ganz so groß wie Gettorf, teilen sich Kirchengemeinde, Stadt und Schule ihre Stelle. In der Gesamtschule am Ort unterrichtet sie zwei Orgelklassen, leitet AGs, betreut eine Band, und sie leitet zwei städtische Chöre. „Nach sechs Jahren war Zeit für neue Schritte“, sagt sie. In der Fachzeitschrift Forum Kirchenmusik entdeckte sie, dass Gettorf eine B-Kirchenmusikerin sucht. „Ich freue mich sehr, dass ich hier nun als Organistin und Chorleiterin arbeiten darf“, sagt sie.

Als Organistin wird sie Gottesdienste und Amtshandlungen begleiten, auf der schönen, alten Marcussen-Orgel Orgelkonzerte geben, vorzugsweise mit Solisten oder mal ein Projekt Orgel vierhändig versuchen. In der Arbeit mit den Chören, der Kantorei, dem Gospelchor und dem Kinder- und Jugendchor, möchte sie das, was da ist, weiterführen und ausbauen. „Mir ist alles wichtig, was mit einem guten Chorklang zu tun hat“, sagt sie. Die Arbeit mit Kindern liegt ihr besonders am Herzen. In Stavenhagen hat sie zwei Mal im Jahr Singwochen mit 35 bis 40 Kindern veranstaltet, hat Musicals und Singspiele mit ihnen einstudiert. Was die Kirchenzugehörigkeit angeht, sei die Situation im Osten jedoch eine ganz andere als hier, bestätigt sie. Die Kirche in Gettorf mitten im Ort mache auf sie einen sehr zentralen Eindruck. Selbst in kirchlichen Strukturen aufgewachsen, ist der Glaube für sie das, worauf sich ihr Dasein gründet. „Ich habe es immer als große Stütze und als ein Privileg empfunden, glauben zu können“, sagt sie. „Das ist das, was mein Leben ausmacht, der Glaube und die Musik.“

Im Gottesdienst am Sonntag, 1. Dezember, wird Julia Uhlenwinkel erstmals die Orgel spielen. Auch beim traditionellen Adventskonzert von Kantorei, Posaunenchor, Streichern und Solisten am zweiten Advent wird sie dabei sein. In ihrer Freizeit ist sie für ihren Mann Bernhard und ihre beiden Katzen Hildegard und Elvira da, sie hat den Fitness-Sport Zumba für sich entdeckt, liest gern Krimis, kocht gern experimentell und geht gern spazieren. „Mein Mann und ich, wir mögen beide das Meer“, verrät sie. „Und meine Eltern freuen sich, dass ich wieder näher an Bremen wohne.“



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