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Mehr Kinder in Eckernförde : Zahl der Kinder steigt: Kita-Erweiterung geht vor Neubau

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eckernförde | Die Zahl der Kinder in Eckernförde steigt wieder. Das gab der Leiter des Amtes für Ordnung und Sozialwesen, Klaus Kaschke, am Dienstagabend im Sozialausschuss bekannt. Es würden wieder mehr Familien mit Kindern nach Eckernförde ziehen. Entsprechend steige der Bedarf an Kinderbetreuung. Die klassische 4,5-Stunden-Betreuung sei dabei „eher die Ausnahme denn die Regel“, so Kaschke. Stattdessen würden verstärkt die Über-Mittag- und Ganztagesbetreuung nachgefragt. In der Arbeitsgruppe „Kinderbetreuung in Eckernförde“ werde man sich mit diesem Thema, aber auch dem Wohnungsneubau für Familien beschäftigen.

2016 habe die Stadt für die vier städtischen Kitas 2,24 Millionen Euro ausgegeben. Als Grundlage für die Gebührenkalkulation für die Eltern wären 2,08 Millionen Euro zu veranschlagen, die Gebühreneinnahmen hätten sich auf rund 603  000 Euro belaufen, was einer Elternbeteiligung von 29 Prozent entspreche, so Kaschke – der Richtwert sei 30 Prozent, der schon seit 2011 leicht unterschritten werde. Kaschke deutete daher schon einmal vorsichtig eine Gebührenerhöhung für das Kita-Jahr 2018/19 ab August 2018 an. „Wir müssen die Entwicklung beobachten.“ Möglicherweise erhöhe ja die neue Landesregierung ihre Kita-Förderung. Zuletzt hatte auch der Kreis sein Pro-Platz-Budget von 2016 auf 2017 im Ü3-Bereich von 6,95 auf 9,37 Euro und im U3-Bereich von 36,41 auf 37,35 Euro angehoben.

Ausschussvorsitzender Heinz-Michael Kornath (CDU) meinte, dass die Stadt „in absehbarer Zeit mehr Geld für die Kitabetreuung in die Hand nehmen muss“. Die Einstufung der Kitaentwicklung in die – umsetzungsferne – Kategorie C der Prioritätenliste der Stadt sei „nicht hinnehmbar“.

Mette Sunesen (SSW) forderte angesichts der erfreuliche Zunahme der Kinderzahl in größeren Maßstäben zu denken und mit dem „Flickwerk“ und „Zurechtbasteln“ aufzuhören. Auch Kornath deutete an, dass eventuell eine neue Kita zu bauen wäre. Dem erteilte Kaschke aus wirtschaftlichen Gründen eine Absage. Bisher habe man „jonglieren“ müssen, um Kitas nicht schließen zu müssen. Das sei bis auf den Imland-Betriebskindergarten auch gelungen. Statt eines Neubaus („Wir wissen, was das kostet“) müssten bestehende Kitas erweitert werden. „Wir schicken noch keine Kinder nach Hause. Wir müssen reagieren, aber nicht unbedingt mit einem Neubau.“

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erstellt am 13.Jul.2017 | 19:51 Uhr

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