Yoga ist nicht nur „Oommm…“

Autorin Inge Kile inmitten ihrer Yoga-Gruppe „Golden Girls“ mit Yoga-Lehrerin Petra (vorn).
Autorin Inge Kile inmitten ihrer Yoga-Gruppe „Golden Girls“ mit Yoga-Lehrerin Petra (vorn).

von
08. Juli 2015, 15:53 Uhr

Am 6. Januar dieses Jahres fuhr ich zum ersten Mal zum „Yoga für Senioren“ ins TÖZ – und damit begann ein neuer Abschnitt in meinem Leben. Schon, als ich den Raum betrat, wusste ich „hier bin ich richtig“. Es war ein wenig wie Nach-Hause-Kommen. Die Größe des Raumes störte kein bisschen, im Gegenteil, er lud ein, sich zu setzen und es sich gut gehen zu lassen. Die herzliche Umarmung von Petra, der Yogalehrerin, tat ein Übriges. Mein Erstaunen war groß, als ich sah, dass sich alle Teilnehmerinnen mit einer Umarmung begrüßten. „Weich und warm“, schoss mir durch den Kopf. Und damit war alles gemeint: Teilnehmerinnen, Yogalehrerin, Raum, die leise Musik – ja, selbst die schon bereit liegenden Yogamatten.

Begonnen wird jedes Mal mit einer kleinen Meditation, die bewirkt, das wir ganz entspannt mit den jeweiligen Übungen beginnen können. Übungen ohne Druck, ohne Überforderung des Körpers, weil Yoga nicht Höchstleistung bedeutet, sondern, auf den eigenen Körper zu hören, ihn nicht zu überfordern. Jede von uns bemerkt immer mal wieder, dass dieses oder jenes nicht geht. Ich z.B. habe häufiger mal Probleme mit einigen meiner Körperteile. Z.B., wenn ich meine Nase möglichst nah an mein Knie ziehen soll, dann sagt meine Nase „kein Problem, mach ich…“, doch mein Bauch zischt „wie denn, wo soll ich denn hin…?“. Und wenn ich bei Gleichgewichtsübungen mal ins Wackeln gerate – womit ich übrigens nicht allein bin - … ja, und? Wir mögen zwar alle nicht mehr die Jüngsten und Beweglichsten sein, aber wir sind noch herrlich lebendig!

Ein halbes Jahr bin ich nun dabei. Wenn Sie mich nun fragen, von was ich am meisten beeindruckt bin – von den herzlichen Umarmungen der „Golden Girls“, wie sie sich bzw. wir uns nennen oder von unserer tollen Yogalehrerin oder von den Übungen (wobei ich schamlos zugebe, dass die Schluss-Meditation meine liebste ist, ich kann so herrlich dabei wegdriften) -, dann gibt es nur eine Antwort: vin allem! Wir kriegen sogar jedes Mal ein kleines Stückchen Himmel geschenkt – wenn Petra bei einer Entspannungsübung ihre „Zauberhände“ über unseren Rücken streicht. Eine Wohltat, die mit Worten kaum zu beschreiben ist!

Christa, Elisabeth, Frauke, Grethe, Helge, Lissy, Rosi, Ursel und Petra: ich finde Euch einfach grandios! Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch ganz herzlich für die Anteilnahme bedanken, die ich von Euch bekam, als ich nach dem Tod meines Hundes so schrecklich traurig war. Ich hoffe so, so sehr, dass wir noch ganz lange miteinander Yoga machen dürfen und können. weil … Ihr seid einfach die Besten!


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen