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DIE NEUE SCHULE HAT JETZT EINEN NAMEN : Wulfsteert-Schüler gehen künftig auf die Sprottenschule

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport stimmte am Dienstag dem Vorschlag zu. Die GGS am Pferdemarkt soll in Zukunft den Namen Gudewerdt Gemeinschaftsschule führen

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erstellt am 26.Jan.2017 | 06:01 Uhr

Der Name für die neue Grundschule in Eckernförde Süd ist gefunden. Sprottenschule soll die Bildungseinrichtung am Wulfsteert heißen. In der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport unter der Leitung von Reiner Bunte (SPD) am Dienstagabend in der Volkshochschule stimmte der Ausschuss bei einer Enthaltung und einer Nein-Stimme für den Namen.

Die Erleichterung war der Schulleiterin der Gorch-Fock-Schule, Heinke Marquardt, die ab August die Leitung der Sprottenschule übernimmt, anzusehen. Vor der Entscheidung warb sie sehr engagiert um eine Zustimmung. „Uns allen war gleich klar, dass wir einen neuen Namen für unsere neue Schule wollten“, erklärte sie. Was im Frühjahr 2016 mit Gründung einer Namensgebungsgruppe begann, die 170 Vorschläge von Kindern, Eltern, Lehrerkollegen und Bürgern sichten musste, endete nach mehreren Abstimmungsprozessen bei sieben Namen, die in die engere Wahl kamen: Küstenschule, Eichhörnchenschule, Regenbogenschule und Sprottenschule auf der einen Seite sowie Frau Clara-Schule, Lorenz von Stein-Schule und Elisabeth Eifert-Schule auf der anderen Seite. Die Schulkonferenzen beider Einrichtungen entschieden sich für den Namen Sprottenschule. „Was ist eindeutiger für Eckernförde als die Sprotte? Sinnbildlich ist die Sprotte ein Fisch im Schwarm, in einem Team, welches wir auch als Schule darstellen“, sagte Marquardt, „wir machen aus Silber Gold, indem wir die Kinder individuell nach ihren Fähigkeiten fördern und fordern.“

Bei Rainer Beuthel (Die Linke) stieß der Name auf Ablehung: „Zu provinziell, zu heimattümelnd, zu lächerlich“ bewertete er den Vorschlag, „der Tiervergleich geht mir gegen den Strich.“ Gleichzeitig kritisierte Beuthel den Umstand, dass keine einzige Schule in Eckernförde nach einer Frau benannt sei. Er stellte den Antrag, die Entscheidung zu vertagen und bat die Schule, neu zu überlegen. Zum Entsetzen von Heinke Marquardt, die deutlich machte: „Es nervt. Wir brauchen endlich diesen Namen. Die Kinder müssen wissen, wohin sie (ab August, die Red.) gehen.“

Unterstützung erhielt die Schulleiterin von allen anderen Fraktionen. Vorsitzender Reiner Bunte fasste zusammen: „Es war eine urdemokratische Entscheidung, die den Bürgerwillen repräsentiert.“ Rainer Beuthel (Die Linke) stimmte gegen den Namen, Rolf Zimmermann (Bürger-Forum) enthielt sich. Joschka Knuth (SPD) schlug vor, in Zukunft Frauennamen bei einer Namensgebung für Schulen Priorität einzuräumen. Rund 350 Schüler besuchen ab dem Schuljahr 2017/18 die Sprottenschule, die als Offene Ganztagsschule eingerichtet wird. Ihrer Einrichtung und dem dafür erforderlichen pädagogischen Konzept stimmte der Ausschuss geschlossen zu.

Da der Grundschulzweig in der Grund- und Gemeinschaftsschule zum Ende des Schuljahres 2016/17 ausläuft, benötigt auch die Schule am Pferdemarkt einen neuen Namen. Schulleiter Johann-Christoph Alsen stellte am Dienstagabend dem Ausschuss den von der Schulkonferenz gewählten Namen vor: Gudewerdt Gemeinschaftsschule. „Ich bin 1982 an der Realschule Gudewerdt als Lehrer angefangen und möchte 2018 als Schulleiter der Gudewerdt Gemeinschaftsschule aufhören“, warb Alsen. Mit seinem Vorschlag stieß er bei allen Ausschussmitgliedern auf offene Ohren – nur bei Rainer Beuthel nicht. Auch hier merkte er in Bezug auf Gleichstellung einen fehlenden Frauenvorschlag an. Da aber auch seiner Meinung nach Gudewerdt sehr gut zu Eckernförde passe, enthielt Beuthel sich bei der Abstimmung. Bevor die Schulen sich endgültig ihren neuen Namen zulegen dürfen, bedarf es der Zustimmung des Bildungsministeriums.

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