Wortungetüm mit 40 Buchstaben

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12. Februar 2014, 00:31 Uhr

Es galt lange Jahre als längstes deutsches Wort: Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz. Wer genau nachgezählt hat, kommt auf 63 Buchstaben. Wer es kürzer mag, sagt einfach „RkReÜAÜG“. Zu finden war der Begriff im mecklenburg-vorpommerischen Landesrecht, bis er vor etwa einem halben Jahr gestrichen wurde. Gesetze sind eben wahre Fundgruben für derartige Buchstabenschlangen. Und die Nachfolgersuche hat schon begonnen. Nahrungsmittelunverträglichkeit (32 Buchstaben) und Bundesausbildungsförderungsgesetz (33) scheinen aber angesichts dem Ungetüm, das derzeit in den Sitzungsvorlagen der Hüttener Gemeindevertretungen herumgeistert, keine Chance zu haben. Nein, die Straßenausbaubeitragssatzung ist es nicht, sondern die Abgabensatzungsrechtsübertragungssatzung. 40 Buchstaben sind es exakt. Was sich dahinter verbirgt, soll jetzt nicht interessieren. Eine knackige Abkürzung wie für den ehemaligen Rekordhalter ist noch nicht gefunden, kreative Köpfe sind also gefragt. Bei der oben erwähnten Straßenausbaubeitragssatzung, die nur an das Geld der Bürger will, ist das bereits geschehen. Viel schöner ist es doch, hier von der Strabs zu sprechen.

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