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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 22:54 Uhr

Dringend : Wohnraum für Flüchtlinge gesucht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Amt muss mehr Menschen aufnehmen als geplant. Paten und Wohnungen gesucht.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2015 | 06:00 Uhr

Gettorf | Bisher ist es immer gelungen, alle zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen. Doch es kommen immer mehr. Ging die Verwaltung zuletzt noch von 124 Flüchtlingen für den Amtsbereich Dänischer Wohld in 2015 aus, sind es nach den neuesten Prognosen 179. Das teilte Amtsdirektor Matthias Meins gestern mit. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir 50 Menschen mehr aufnehmen müssen als angenommen“, sagte er. Für deren Unterbringung – eine Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung – braucht das Amt dringend Wohnraum.

„Für acht Flüchtlinge, die jetzt am Donnerstag kommen sollen, haben wir noch Platz“, erklärte Nina Michaely, die im Amt für die Unterberingung der Flüchtlinge zuständig ist. „Aber ab nächste Woche haben wir keinen Wohnraum mehr.“ Die Sammelunterkunft in Schinkelerhütten wird dann voll belegt sein. Genau wie die Sammelunterkunft am Karl-Kolbe-Platz und die 17 Wohnungen, die das Amt in Gettorf, Lindau und Osdorf angemietet hat. Für weitere Wohnungen steht man in Verhandlungen. Das Amt ruft auf, sich zu melden, wer Flüchtlingen eine leerstehende Wohnung oder ein Haus zur Verfügung stellen kann. Das Amt trete als zuverlässiger Mieter auf, die Flüchtlinge würden intensiv betreut. Weitere Ideen wurden bereits in Gesprächen mit den Bürgermeistern der Umlandgemeinden und den Eigentümern angedacht. Da wären nach Umbauten in der Gemeinde Lindau das Versorgungsgebäude auf dem ehemaligen Bunkergelände und in Osdorf die Gebäude im Gewerbegebiet an der Felmer Straße. Das Thema wird am 9. September auf der Tagesordnung der Amtsausschusssitzung stehen.

Auf das ehemalige Altenheim im Hainweg in Gettorf bestehe nach wie vor kein Zugriff, sagte Meins. Mit den acht, die am Donnerstag kommen, leben dann 148 Flüchtlinge im Amtsbereich. Sie kommen aus Syrien, Albanien, Armenien, Eritrea, Afghanistan, dem Iran und dem Kosovo. Amtsvorsteher Kurt Arndt betonte, lieber weiter agieren, anstatt nur reagieren zu wollen. „Politik, Verwaltung und Ehrenamt passen hier wunderbar zusammen“, lobte er. „Da waren wir bisher auch ein Stück stolz drauf.“ Doch die Kapazitäten der Verwaltung seien nicht endlos. Und genauso wichtig wie die sichere Unterbringung der Menschen sei die Integration. Der ehrenamtlich tätige Flüchtlingsbeirat braucht ebenfalls dringend Unterstützung. „Auch wir kommen an unsere Grenzen“, erklärten die Verantwortlichen, Sabine Axmann-Bruckmüller und Christian-Albrecht Schnarke. Sie suchen junggebliebene Senioren oder Personen, die auch tagsüber Zeit haben, Flüchtlinge zu fahren, mit ihnen einzukaufen, sie zu Behörden oder zum Arzt zu begleiten. Wer Flüchtlinge als Pate begleiten möchte, meldet sich bei Sabine Axmann-Bruckmüller, Tel. 04346/93  93  56, oder Christian-Albrecht Schnarke, Tel. 0172/ 27  10  02  0. Wer Wohnraum zu vermieten hat meldet sich bei Nina Michaely unter Tel. 04346/91 236.

 

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