Naturschutz in Owschlag : Wohnraum für Blaumeise und Co.

Gemeinsame Aktion von Gemeinde und Naturschutzverein: Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer, Ernst Steffen, Bernd Vollertsen sowie Hans Ulrich und Horst Andritzke (von links).
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Gemeinsame Aktion von Gemeinde und Naturschutzverein: Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer, Ernst Steffen, Bernd Vollertsen sowie Hans Ulrich und Horst Andritzke (von links).

Verein und Gemeinde brachten 15 Nistkästen an

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02. März 2018, 06:12 Uhr

Es wird Frühling in der Gemeinde Owschlag – zumindest werden die Behausungen für Blaumeise und Co. bezugsfertig gemacht. 15 neue Nistkästen wurden aufgehängt, und die Kinder der Grundschule waren dabei. Ins Rollen gebracht hatte die Aktion der ehemalige Bürgermeister Ernst Steffen. Er ist Vorstandsmitglied im „Verein zur Förderung des Umweltschutzes und der Landschaftspflege im Raume des Naturpark Hüttener Berge“ (VFUL).

„Der Verein hatte noch etwa 15 Nistkästen zur Verfügung.“ Da dachte Steffen gleich an das Biotop und dessen Nähe zu Schule und Kindergarten. „Im Sommer ist es hier wahnsinnig gut belebt, man findet alles, was kreucht und fleucht“, berichtet Steffen von Graugänsen, aber auch vielen Insekten und Faltern. Damit sei das Gebiet hervorragend geeignet für Kleinvögel. Aus der Jägerschaft unterstütze Bernd Vollertsen, Hegeringleiter in Hütten-West, das Anbringen der Nistkästen: „Wir freuen uns über solche Aktionen, weil wir sehen, dass dringend etwas unternommen werden muss“, setze er sich gerne für die Kinder und die Natur ein.

Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer freute sich über das Engagement ihres Vorgängers Ernst Steffen: „Der Hintergrund ist außerdem, dass wir die Kinder interessieren möchten und diese dann sehen können, was aus den Nistkästen heraus kommt“. Das Zielpublikum schaute den fleißigen Naturschützern auch gleich bei der Arbeit über die Schulter. Im Rahmen eines Projektes war Lehrerin Claudia Ehlers mit der Klasse 2a ins Grüne gegangen und stieß bei ihren Schülern auf große Begeisterung.

„In der letzten Woche haben sie erst Futterketten gebastelt“, passe das Thema genau, so Ehlers. Feld-Ornithologe Horst Andritzke vom VFUL erklärte den Kleinen zunächst die unterschiedlichen Nistkästen: „Die Vögel haben verschiedene Ansprüche an ihren Nistplatz“. So gebe es Höhlenbrüter. Aber auch Halbhöhlenbrüter. „Ihr habt jetzt die Aufgabe, mir zu berichten, ob ihr eine Blaumeise, eine Amsel oder einen Hausspatz seht“, erhielten die Schüler von Ernst Steffen gleich einen Beobachtungsauftrag für die kommende Brutsaison. Zufrieden mit der Aktion zeigte sich auch Hans Ulrich, der Vorsitzende des VFUL: „Der Bereich Owschlag ist mit Projekten immer etwas zu kurz gekommen“. Umso mehr freue er sich, wenn neue ehrenamtliche Helfer sich im Verein engagieren möchten. „Wenn man dabei die Kinder mit einbinden kann, ist das wunderbar“.

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