zur Navigation springen

Bebauungsplan für Lindau : Wohnen auf altem HaGe-Gelände

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bebauungsplan sieht neues Mischgebiet für Häuslebauer und Gewerbebetriebe vor / Aufstellungsbeschluss im Fachausschuss

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 06:40 Uhr

Noch liegt das ehemalige HaGe-Gelände in Revensdorf im Dornröschenschlaf. Nachdem die Hauptgenossenschaft Nord ihre Außenstelle in dem Dorf Ende 2015 aufgegeben hatte, erwarb die Gemeinde das Gelände im Zentrum des Lindauer Ortsteils. Nun soll ein Bebauungsplan her: Am Mittwochabend sprach sich der Bauausschuss für dessen Aufstellung aus.
Der Gemeinde schwebt auf dem Areal zwischen Raiffeisenstraße (L 44), Königsförder Straße und Lindenweg ein Mischgebiet für Wohnhäuser und (nicht wesentlich störende) Gewerbebetriebe vor. In einem Workshop hatten sich Bürger mit Ideen eingebracht. Laut Ausschussvorsitzenden Otto Gravert (FWGL) präsentierten dann vier Planungsbüros ihre Entwürfe. „Diese dienten den Fraktionen als Grundlage für die Diskussion, was dort geschehen soll“, berichtete der Gemeindevertreter. Es gebe zwar einen favorisierten Entwurf – letztendlich sollen aber voraussichtlich Aspekte aus allen Vorschlägen in die Planung einfließen.
Wie im Bauausschuss deutlich wurde, sind Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser mit zwei Vollgeschossen im Gespräch.

Um die Ideen umsetzen, muss allerdings ein Revensdorfer Wahrzeichen weichen: Der etwa 27 Meter hohe HaGe-Turm soll abgerissen werden, hieß es in der Sitzung – ebenso das alte Schulgebäude. „Die Baugrundstücke in der Gemeinde sind fast alle weg“, stellte Otto Gravert fest. Bürgermeister Jens Krabbenhöft (CDU) wies auf die Nachfrage nach Wohnraum in Kiel und Umland hin: „Der Druck ist groß.“ Umso mehr erfreute die Kommunalpolitiker das Einsehen der Landesplanung.

Zwar habe die Gemeinde ihr Kontingent, was Wohneinheiten angehe, fast ausgeschöpft, wie Sönke Jacobsen vom Amt Dänischer Wohld aus Gesprächen mit zuständigen Behörden von Land und Kreis berichtete. Doch der favorisierte Entwurf soll bei den Trägern öffentlicher Belange auf Zustimmung gestoßen sein. Kontingent hin oder her: Die Pläne würden als eine besondere Chance für die Dorfentwicklung betrachtet. Allerdings falle mit dem Aufstellungsbeschluss gerade mal der Startschuss für einen 100-Meter-Lauf, zog Jacobsen wegen des beschleunigten Verfahrens einen Vergleich mit der Leichtathletik. Bis der B-Plan abgesegnet sei, könne ein dreiviertel Jahr ins Land ziehen.
Otto Gravert hakte nach, warum der Lageplan auch die Kindertagesstätte enthalte. So sei später für alle Beteiligten offensichtlich, dass sich in der Nachbarschaft eine „Lärmquelle“ befinde. Zudem könne der Plan immer noch verkleinert werden.
Ob sozialer Wohnungsbau denkbar sei, fragte der Ausschussvorsitzende in die Runde. Eine Verpflichtung bestehe zumindest nicht, hieß es in der Sitzung.


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen