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beliebte Lage : Wohnen an der Küste wird immer teurer

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Steigerungsraten bei den Preisen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen sind mittlerweile zweistellig. Dabei weisen Eckernförder Makler auf große lokale Preisunterschiede hin.

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erstellt am 08.Okt.2015 | 06:12 Uhr

Eckernförde | Das Wohnen an der Küste wird immer teurer, bleibt aber abseits der Top-Lagen weiterhin bezahlbar. Das sagt die Landesbausparkasse (LBS). Die hat zwischen Juli 2014 und Juni 2015 7293 Immobilienangebote in wassernahen Regionen ausgewertet und diese Daten zur Grundlage des LBS-Immobilienatlasses 2015 „Inseln, Küsten, Förden“ gemacht, der ab sofort als kostenloser Download unter www.lbs.de abrufbar ist. Aufgrund der Eingrenzung auf die Küsten, sind viele Gemeinden aus dem Raum Hüttener Berge und Dänischer Wohld nicht erfasst.

Im Verbreitungsgebiet der Eckernförder Zeitung, das den gesamten Altkreis Eckernförde umfasst, gibt es ein Preisgefälle von Süd nach Nord sowie von Ost nach West: Je dichter an Kiel und an der Ostsee, desto teurer die Eigenheime. Wobei die genannten Preise für Bestandsimmobilien – Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen – allesamt Durchschnittswerte sind und besondere Lagen oder Ausstattungsmerkmale unberücksichtigt bleiben. Von daher sind die genannten Werte allenfalls als grobe Richtschnur zu verstehen, Einzelobjekte können erheblich von den genannten Durchschnittspreisen abweichen.

Demnach kosten gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser in Eckernförde im Schnitt 1903 Euro pro Quadratmeter und sind damit deutlich teurer als im Umland. Im Vergleich zu 2013 sind die Eckernförder Eigenheimpreise um 12,5 Prozent gestiegen. Für Eigentumswohnungen sind in Eckernförde nach einer Preissteigerung um 23,5 Prozent in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich 1858 Euro pro Quadratmeter zu zahlen. Neue Stadtwohnungen werden für rund 3500 Euro gehandelt.

Im Umland Eckernfördes wie in der Region Schwansen kosten Häuser im Schnitt 1366 Euro pro Quadratmeter (+7,7 Prozent), Wohnungen 1666 Euro (+ 5,5 Prozent). Im Dänischen Wohld wird es deutlich teurer. Im Raum Gettorf und Osdorf sind 1641 Euro (+11,7 Prozent) für Ein- und Zweifamilienhäuser pro Quadratmeter zu bezahlen, in Strande, der teuersten Adresse, hingegen schon 2906 Euro (+30,7 Prozent). Peter Magel, der Vorstandsvorsitzende der LBS, sagte, dass Immobilien in Wassernähe aufgrund der historisch niedrigen Zinsen auch weiterhin bezahlbar blieben. In Eckernförde sei ein Haus beispielsweise schon für 228  360 Euro zu haben, Details dieser Preisbildung wurden nicht genannt.

Aber genau darauf komme es – neben dem Ort und der Lage – an, sagt die Eckernförder Maklerin Susanne Beyer, die die genanten Werte deutlich nach oben korrigierte: „Unter 2000 bis 2200 Euro pro Quadratmeter ist ein Einfamilienhaus in Eckernförde nicht zu kriegen.“ Und Eigentumswohnungen unter 2000 Euro pro Quadratmeter „sind ein Traum“. Und nach oben sind die Grenzen fließend. Beispiel: Gerade habe man eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 54 Quadratmetern für 180  000 Euro verkauft. In angesagten Lagen wie der Innenstadt müsse Minimum 2500 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. „Eckernförde ist eine eigene Immobilien-Oase“, sagt Susanne Beyer. Diese Entwicklung sei weiterhin gegeben und von der starken Nachfrage getrieben. Zählten früher 120 Immobilien zum festen Büro-Bestand, sind es jetzt gerade mal 20. „Wir könnten jeden Tag fünf Eigentumswohnungen verkaufen“, beschreibt die Maklerin die große Nachfrage. 80 Prozent der Käufer kämen von außerhalb, häufig auch aus süddeutschen Regionen, wo die Immobilienpreise deutlich höher liegen. Gute Lagen in Eckernförde seien neben der Innenstadt auch Eckernförde-Süd und gute Wohnlagen in Borby, wo Wohneigentum nochmal 10 bis 15 Prozent mehr kosten als in südlichen Stadtteil.

Der Leiter Immobilienvermittlung der Förde Sparkasse, Immobilienzentrum Eckernförde, Peter Greve, weist auf die enorme Bandbreite der Quadratmeterpreise in Eckernförde hin. „Auf nur einem Kilometer Entfernung gibt es Unterschiede von mehreren Tausend Euro“, sagt der Immobilienexperte, der auch Mitglied im Gutachterausschuss des Kreises ist. Das ist in etwa die Entfernung (Luftlinie) zwischen Jungfernstieg Seeseite und Ostlandstraße, die Greve exemplarisch für diese genannte Preisspanne von 800 bis 5000 Euro heranzog. Die im LBS-Immobilienatlas genannten Durchschnittswerte seien reine Statistik und sagten kaum etwas über den Wert einzelner Objekte aus. Spitzenpreise von über 5000 Euro, so Greve, ließen sich in Eckernförde jedoch immer schwieriger durchsetzen.

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