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2. Handball-Bundesliga : „Wölfe“ mit Blackout nach der Pause

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 06:00 Uhr

„In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und den Ball laufen lassen. Was dann nach der Pause kam, war eine 180-Grad-Drehung“, resümiert ein enttäuschter Altenholzer Trainer Klaus-Dieter Petersen nach der 25:37 (16:15)-Niederlage gegen den TV Großwallstadt.

Ganz anders als bei Petersen fiel das Fazit der Gäste aus, die eine über 600 Kilometer lange Anreise in den Knochen hatten: „In der ersten Halbzeit saßen wir wohl noch im Bus“, umschreibt Großwallstadts Trainer Maik Handschke das Auftreten seiner Mannschaft. Dass es am Ende doch noch zu einem deutlichen Erfolg reichte, hatte der TVG-Coach in erster Linie Kreisläufer Jannik Kohlbacher (8 Tore) und Schlussmann Mathias Lenz (23 Paraden) zu verdanken, die ihre Mannschaft im Spiel hielten.

Zunächst einmal zeigten die „Wölfe“, wie dynamischer und leidenschaftlicher Handball gespielt wird. Das Spiel der Gäste war dagegen geprägt von technischen Fehlern und Nervosität. Altenholz zog nach einer Viertelstunde auf 11:6 davon. Großwallstadt erlaubte sich in dieser Phase zu viele Fahrkarten, obwohl der Altenholzer Torwart Nick Weber kaum eine Hand an den Ball bekam. Das 16:15 zugunsten der „Wölfe“ nach der ersten Halbzeit war schmeichelhaft für Großwallstadt, das nur in den letzten fünf Minuten wirklich in der Halle angekommen schien.

Was dann während der Pause in beiden Kabinen geschah, wissen nur die Spieler, doch die deutlicheren Worte muss TVG-Trainer Handschke gefunden haben. Binnen drei Minuten hatten die Unterfranken nach einem 4:0-Lauf die Partie gedreht, wobei die „Wölfe“ zunächst noch Gegenwehr leisteten. Beim 18:20 (35.) waren sie noch in Schlagdistanz, ehe sechs weitere TVG-Tore in Folge den Willen der Gastgeber endgültig brachen. Auch eine doppelte Überzahl der Altenholzer brachte die Gäste nicht in Verlegenheit.

Ausgelaugt und geistig nicht auf der Höhe wirkten die „Wölfe“, die nach einer kurzen Verschnaufpause der Gäste noch einmal auf 23:28 (50.) herankamen, am Ende aber nichts mehr entgegenzusetzen hatten. „Die zweite Halbzeit war ein kollektiver Blackout. Daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten“, sagt Petersen.

TSV Altenholz: Weber (1. bis 30. Minute, 1 Parade), Hossner (ab 31. Minute, 3 Paraden) – Lipp (1 Tor), Calvert (1), Drecke (4), Opderbeck, Volquardsen, Boldt, Köpke (7), Wegner (3/2), Ranke (1), Starke (3), Röder (1), Abelmann-Brockmann (4).
TV Großwallstadt: Lenz (1. bis 60. Minute, 22 Paraden) – Spatz (6/2), Fridgeirsson (1), López (5), Holst (6/3), Jakobsson, Stark (1), Fuchs (1), Kretschmer (5), Pomeranz (4), Kohlbacher (8).
SR: Arndt/Kobilke (Biederitz).
Zeitstrafen: 2:2. – 7-Meter: 1:5.

Zuschauer: 300.

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