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2. Handball Bundesliga : „Wölfe“ liefern Krimi mit Happy End

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zur Heimpremiere in der 2. Handball-Bundesliga schlägt der TSV Altenholz die TV Bittenfeld vor 800 Zuschauern mit 27:25. Der Eintritt war gratis. Die Zuschauer bekamen einen wahren Handball-Krimi geboten.

Dramatik, Hitze, ein volles Haus und zwei Punkte nach einem Wahnsinns-Comeback: Die Handballer des TSV Altenholz haben am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga mit dem 27:25 (11:8) gegen den TV Bittenfeld den ersten Sieg eingefahren und damit ihre gute Leistung aus dem Saisonauftaktspiel in Saarlouis (30:31) bestätigt. In einem packenden Duell kämpfte sich die Mannschaft von Klaus-Dieter Petersen in der Schlussphase nach einem Drei-Tore-Rückstand mit Herz, Glück und jeder Menge Leidenschaft zurück ins Spiel und siegte gegen völlig enttäuschte Gäste aus Baden-Württemberg. Beste Werfer für Altenholz waren Mathis Wegner mit acht und Patrick Starke mit sechs Toren.

„Wir wussten, dass Bittenfeld auswärts hin und wieder Probleme hat und haben immer an den Sieg geglaubt. Großes Lob an meine Mannschaft“, sagt Klaus-Dieter Petersen, dessen Trainerkollege Jürgen Schweikardt vor allem die mangelhafte Chancenverwertung bei seinem Team kritisiert: „Nur acht Tore in der ersten Halbzeit sprechen Bände. Ohne die Leistung von Altenholz schmälern zu wollen, war dieser Auftritt mit das Schlechteste, was ich je von meiner Mannschaft gesehen habe.“ Nicht nur beim Abschluss aus dem Feld versagten den Gästen gerade im ersten Durchgang immer wieder die Nerven. Bittenfeld verwandelte im gesamten Spiel nur einen von fünf Siebenmetern. Die „Wölfe“ ihrerseits präsentierten sich vor dem Wechsel in der Defensive kompromisslos und kamen auch durch das verletzungsbedingt notwendige Wechselspiel ihres Trainers nicht aus dem Rhythmus.

Nach den Ausfällen von Rune Dahmke (Zerrung) und Fynn Ranke (Fingerbruch) wurde Spielmacher Wegner phasenweise auf Linksaußen beordert, während Sebastian Opderbeck nach seiner Hüft-OP erstmals wieder in der Abwehr „von Null auf Hundert“ (Petersen) zum Einsatz kam.

Im Angriff hatten aber auch die Altenholzer ihre Schwächen, nach zwei Fahrkarten von Neuzugang Thies-Jakob Volquardsen und Marius Kastening (27.) verkürzte Lars Friedrich für den TVB auf 8:10. Volquardsen machte es danach besser, als er nach einem herrlichen Solo das 11:8 markierte (30.).

Bis zum 16:13 (38.) lief aus Sicht der „Wölfe“ alles nach Plan. Doch plötzlich stotterte der Altenholzer Motor, während die Gäste das Tempo anzogen herankamen. „In dieser Phase hat unser Mittelblock die Diagonalbälle nicht mehr wegbekommen“, erklärt Petersen. Beim 18:21 (48.) zückte der Altenholzer Trainer die Grüne Karte und stellte in der Abwehr auf eine offensivere 5:1-Variante um.

Mit drei Toren vorne samt Ballbesitz und Überzahl war der Sieg der favorisierten Gäste nur noch Formsache. Doch die „Wölfe“ bewiesen stattdessen großes Kämpferherz. Starke gelang etwas glücklich der Ausgleich zum 23:23 –Torwart Daniel Sdunek stolperte mit dem Ball ins Tor (55.). Nachdem der erstligaerfahrene Bittenfelder Schweikardt aussichtsreich verzog, hechtete Wegner im Gegenzug bei einem eigentlich verlorenen Abpraller spektakulär in den Kreis, rettete den Ball und setzte Starke in Szene. Dieser vollstreckte zum 24:23 – die Halle stand Kopf. Nicht zu Unrecht beschwerte sich der Gäste-Coach lautstark an der Seitenlinie, denn dem Fehlwurf von Schweikardt war ein Foul der Altenholzer vorausgegangen.

Die Gäste wirkten nun geschockt. Jannick Boldt erhöhte auf 25:23 (57.). Stehende Ovationen bereits drei Minuten vor dem Ende beflügelten die junge Altenholzer Mannschaft zusätzlich. Nach der Schlusssirene folgte grenzenloser Jubel in Schwarz und Gelb.

TSV Altenholz: Hossner, Weber – Lipp (2 Tore), Calvert, Opderbeck, Volquardsen (3), Reinert, Boldt (3/1), Köpke (2), Wegner (8/3), Kastening, Starke (6), Röder, Abelmann-Brockmann (3).
TV Bittenfeld: Müller, Sdunek – Schimmelbauer (3), Schöbinger (1), Kienzle, Weiß (1), Schweikardt (1), Friedrich (6), M’Bengue, Jungwirth, Baumgarten (7), Seiz (3/1), Szczesny (2), Heib (1).
Schiedsrichter: R. Thiyagarajah/ S. Thiyagarajah (Gummersbach).
Zeitstrafen: 4:1. – 7m: 4:1.
Z.: 800.

 



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