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2, Handball-Bundesliga : „Wölfe“ gewinnen ihr letztes Heimspiel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der 2. Handball-Bundesliga hat sich der TSV Altenholz mit einem Heimsieg gegen Empor Rostock von seinen Fans verabschiedet. Dabei trafen die „Wölfe“ auf ehemalige Kameraden.

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Stehende Ovationen, Jubel und der lang ersehnte Diver vor der Tribüne kurz nach Spielschluss: Mit einem verdienten 32:29 (16:10)-Erfolg gegen Empor Rostock haben sich die Handballer des TSV Altenholz im letzten Heimspiel der 2. Bundesliga von ihren Fans verabschiedet. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer vor allem im ersten Durchgang starken Deckung verdienten sich die „Wölfe“ den Sieg.

„Die Jungs haben Emotionen gezeigt, mehr als Rostock, und sich daher den Sieg verdient“, bilanziert TSVA-Trainer Klaus-Dieter Petersen. Genauso sah es auch sein Gegenüber Rastislav Trtik: „Der Gegner hat mit großem Herz und mehr Einsatz als wir gespielt, daher geht das Ergebnis in Ordnung.“

Mit dem letzten Aufgebot mussten die Altenholzer den zwischenzeitlich auf sieben Tore angewachsen Vorsprung gegen Rostock Mitte der zweiten Hälfte über die Zeit retten, nachdem mit Thies-Jakob Volquardsen und Fynn Ranke (beide Sprunggelenk) sowie Malte Voigt (Knie) während des Spiels drei weitere „Wölfe“ verletzt vom Feld mussten.

In der ersten Halbzeit kauften die Altenholzer den Gästen den Schneid mit einer starken Defensivleistung ab. Die „Wölfe“ selbst nutzten eklatante Schwächen in der Rostocker Deckung zu schnellen Toren. Bei effizienterer Chancenverwertung hätte eine noch höhere Halbzeitführung möglich sein können. Kurz vor der Pause kochten die Emotionen in der Edgar-Meschkat-Halle noch einmal hoch, als es nach einer Rangelei auf der Platte gegen den permanent schimpfenden und schubsenden Vyron Papadopoulos Rot gab und ein weiterer Rostocker sowie Max Lipp Zeitstrafen aufgebrummt bekamen. Die Altenholzer gingen mit einer 16:10-Führung in die Kabinen.

Zwei Geschenke für Empor gab es direkt nach dem Wechsel. Trotz Überzahl kassierten die „Wölfe“ zwei schnelle Gegentore nach individuellen Fehlern, erst Jannick Boldt erweckte sein Team mit einem verwandelten Siebenmeter gegen den ehemaligen Altenholzer Keeper Robert Wetzel aus dem Pausenschlaf (17:12; 35.). Als auch noch Voigt verletzt runter musste (37.), musste Sebastian Opderbeck trotz Hüftschadens in den Angriff. Petersens Zwangsrochade hatte zunächst keine Auswirkungen auf den Spielfluss: Bei Malte Abelmann-Brockmanns 21:14 schien der Rostocker Willen gebrochen (40.).

Unerklärlich war dann der Bruch in einer Phase, in der die „Wölfe“ die ebenfalls ersatzgeschwächten Gegner eigentlich beherrschten. Vier Rostocker Tore in Serie zum 21:18 (42.) stellten den Spielverlauf auf den Kopf. Die Partie schien zu kippen, auch weil die Altenholzer mit der nun aggressiveren 4:2-Abwehr der Gäste erhebliche Probleme hatten. Petersen reagierte zwar nicht mit einer Auszeit, beorderte aber den schnellen Abelmann-Brockmann von Außen in die Mittelposition, wo er immer wieder Lücken riss und Mitspieler in Szene setzte. Allen voran profitierte davon Patrick Starke, der trotz zeitweiliger Manndeckung mehrfach aus dem Rückraum Raketen zündete und seine „Wölfe“ auf der Siegerstraße hielt.

TSV Altenholz: Weber (1.-48., 3 Paraden), Hossner (ab 48., 8 Paraden) – Lipp (3 Tore), Calvert (1), Opderbeck (2), Volquardsen (2), Boldt (3/3), Köpke (5), Ranke (1), Voigt (4), Starke (7), Röder, Firnhaber (2), Abelmann-Brockmann (2).
Schiedsrichter: Thöne/Zupanovic (Berlin). – Zeitstrafen: 2:6 – Rote Karte: Papadopoulos (30.). – Siebenmeter: 3:2. – Zuschauer: 300.

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