Landwirtschaft für den Nachwuchs : Wo kommt eigentlich das Brot her?

Die 17-köpfige Schülergruppe rund um Betreuerin Sandra Grundei (2. v.li.) und Gutsherr Richard Bonse (4. v.li).
Die 17-köpfige Schülergruppe rund um Betreuerin Sandra Grundei (2. v.r.) und Gutsherr Richard Bonse (4. v.r).

Die IKJ Neudorf-Bornstein zeigt Kindern und Jugendlichen die Abläufe eines landwirtschaftlichen Betriebes.

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05. April 2018, 06:15 Uhr

Neudorf-Bornstein | Wie ein Profi schwingt sich Luise (7) auf den fast vier Meter hohen Trecker, setzt sich in den Fahrersitz und tut so, als würde der Motor wirklich laufen. Landmaschinen sind für die kleine Gettorferin nichts Neues, denn ihre Mutter arbeitet selbst in der Landwirtschaft. Julia (8) hingegen hatte bisher kaum Erfahrungen mit Trecker, Mähdrescher und Co. Von den großen Geräten ist die Achtjährige durchaus beeindruckt. Gemeinsam mit 15 anderen Schülern nehmen die zwei Mädchen am Ferienprojekt der Initiative für Kinder und Jugendliche in Neudorf-Bornstein (IKJ) teil. Dreimal im Jahr – jeweils in den Ferien – bietet die Initiative Kindern und Jugendlichen aus der Region die Möglichkeit sich untereinander kennenzulernen, sich miteinander zu beschäftigen und an Projekten teilzunehmen.

Thema in den Osterferien: Landwirtschaft. Bei einem Ausflug auf den Gutshof Behrensbrook dürfen die Kinder diese hautnah erleben. Gutsherr Richard Bonse führt die Gruppe durch seinen Betrieb, zeigt neben den landwirtschaftlichen Maschinen auch die Silos und die Trocknungsanlage. „Dadurch, dass es hier in Schleswig-Holstein viel regnet, muss man das Getreide trocknen, bevor man es zur Mühle bringt“, erklärt Bonse den Sechs- bis 13-Jährigen. „Und was ist das hier?“, fragt er mit einer Ähre in der Hand in die Runde. „Das ist Gerste!“, weiß einer der Jungen. „Die Kinder bringen bereits viel Vorwissen mit“, erklärt Betreuerin Sandra Grundei. Im weiteren Verlauf des fünftägigen Projektes sollen die Kinder nun aus dem Mehl, wie es aus dem Getreide vom Gutshof Behrensbrook gewonnen wird, Brot backen. Anschließend steht dann ein Ausflug zum Milchviehbetrieb Dibbern auf dem Programm.

Das nächste Ferienprojekt steht dann in den Sommerferien an. Zwei Wochen lang geht es dann um das Thema Strand, bevor in den Herbstferien das Thema Stadt behandelt wird.

Weitere Informationen zu dem Projekt, an dem alle Kinder aus der Region teilnehmen dürfen, gibt es im Internet unter www.ikjnb.de oder auf der Facebook-Seite der Initiative.

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