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Green Screen Naturfilmfestival : Wo ein Projektor steht, da ist ein Kino

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erster Filmabend im Hof der Museumsräucherei. Weitere Termine am Strand und in der Bonbonkocherei.

Eckernförde | Nur wenige Wochen, dann lockt das Naturfilmfestival Green Screen wieder tausende Besucher zu unterschiedlichen Locations in Eckernförde vor die Leinwand. Eine Kostprobe zur Einstimmung gab es am Freitagabend. Gehört Bonbon- und Strandkino inzwischen schon zum festen Bestand des Eckernförder Veranstaltungskalenders, haben die Macher von Europas größtem Naturfilmfestival ein weiteres Kleinod in der Eckernförder Altstadt zum Hinterhofkino erkoren – die Museumsräucherei.

Die große Leinwand dort, wo einst das Räucherholz gestapelt wurde, bot der Innenhof für mehr als 80 Zuschauer Platz, und diese waren alle da. Während das Team des Räuchereimuseums die Gäste kulinarisch mit geräucherten Sprotten, Schmalzbroten, selbst gemachten Fischfrikadellen, Wein und Bier verwöhnte, sorgten die Freiwilligen um Festivalleiter Gerald Grote für gute Unterhaltung. „Durch zahlreiche Mitgliederüberschneidungen in beiden Vereinen war es fast logisch, dass wir hier landen“, berichtete Green Screen-Geschäftsführer Markus Behrens vom Zustandekommen der Veranstaltung, deren gedanklicher Ursprung schon ins vergangene Jahr fiel und die bis Festivalbeginn Anfang September in zweiwöchentlicher Taktrate an unterschiedlichen Standorten wiederholt wird. „Wo wir einen Projektor hinstellen, da ist ein Kino“, beschrieb Gerald Grote zu Beginn die Unkonventionalität von Green Screen. Denn immerhin lockt das Festival mit Erfolg tausende von Naturfilmfans in eine Stadt, die seit mehreren Jahren kein Kino besitzt.

Nicht nur von der Location war dieser Abend eine Premiere, sondern auch filmisch, wurde doch der erst am Vortag fertig geschnittene Trailerfilm zum Festival 2015 erstmals vor Publikum vorgeführt. Mit vier Kurzfilmen der Rubriken Lustig, Komisch, Erstaunlich und Lehrreich wurde das Publikum auf „Dschungel unter Wasser“ eingestimmt. Ein Film, der die Zuschauer in das Kleinod einer ehemaligen Kiesgrube entführt, die nach Stilllegung wieder vollständig von der Natur übernommen wurde. Die filmische Zusammenfassung darüber, was sich im kristallklaren Wasser – unter oder darüber – im Laufe eines Jahreszyklus abspielt, wurde 2013 als bester Ökologiefilm gekürt.

So erfuhren die Zuschauer unter anderem, warum Haubentaucher ihre Küken zunächst Huckepack mit aufs Wasser nehmen und Federflaum zwar nicht als Nahrung dient, aber zum Schutz der empfindlichen Jungmägen von den Alttieren gefüttert wird, und Flussaale auf dem Weg zu ihrer Geburtsstätte sich auch mal einen Kilometer durch feuchtes Gras über Land winden.

Die nächsten Termine sind das „Strandkino“ beim OIC am 14. August, am 28. August folgt das „Bonbonkino“ in der Bonbonkocherei. Der sh:z lädt am Donnerstag, 6. August, um 18.30 Uhr zum Green Screen-Abend ins Carls ein. Karten dafür gibt es kostenfrei im EZ-Kundencenter in der Kieler Straße 55.

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