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Plattdüütschkrink : Wo das Plattdeutsche gesprochen und gelebt wird

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Gesprächskreis Plattdüütschkrink der Heimatgemeinschaft existiert mittlerweile seit zehn Jahren. Hier treffen sich durchschnittlich 20 Leute, um plattdeutsch zu sprechen – vom Anfänger bis zum Könner.

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 06:11 Uhr

Ik snack Platt – du ok? Plattdüütsch or Nedderdüütsch is liekeveel – sind zwei Wörter für eine Sprache. Eine Sprache die aus dem Herzen kommt, die Heimatsprache der Eckernförder. Seit zehn Jahren gibt es den Gesprächskreis „Plattdüütschkrink“ der Heimatgemeinschaft Eckernförde. Ursprünglich ein Treffen, um Klönschnack zu halten oder Geschichten zu „lüstern“ (zuzuhören), ist der Arbeitskreis unter der Leitung von Dieter Joern heute eher anspruchsvoller zu sehen. Die rund 20 Mitglieder vertiefen sich in Plattdeutsche Literatur von Fritz Reuter bis Boy Lornsen üben sich an eigenen Texten, an der Aussprache und befassen sich mit der Grammatik, die nach dem einheitlichen SASS-Wörterbuch ihre Anwendung erhält. Der Bezug zur Heimatgemeinschaft verschafft einen spannenden Blick in die Eigenheiten des Plattdeutschen, seiner Geschichte und Tradition rund um die Eckernförder Bucht.

Die Eckernförder lieben ihre Heimatsprache. Ob beim Klönsnack mit den Fischern am Hafen, bei den Gilden, Stadtführungen, plattdeutschen Lesungen oder Theaterveranstaltungen – die Lebendigkeit der plattdeutschen Sprache ist durch viele Aktivitäten bis hin zu den Plattdeutschen Kulturtagen belegt und hörbar. Eine Sprache mit viel Charme und Direktheit, in keiner anderen Sprache kann man seinen Mitmenschen, ohne ihn zu vergrämen, so einfach sagen: „Klei mi an’n Moors.“ Oder ein Kosewort ebenso als Schimpfwort verwenden wie zum Beispiel „Schietbüddel“.

Plattdeutsch war Weltsprache des hanseatischen Wirtschaftsraumes im Mittelalter, Recht und Gesetz wurde auf Platt festgehalten. Seit 1999 ist Plattdeutsch in Schleswig-Holstein als Amtssprache anerkannt.

Der Arbeitskreis trifft sich 14-tägig. Das nächste Treffen findet am 15. Januar um 19.30 Uhr in der Bürgerbegegnungsstätte am Rathausmarkt statt. Er ist offen für alle Interessierten – auch für Menschen, deren Plattdeutsch nicht perfekt ist oder die es lernen wollen, und die den Kreis als Möglichkeit zum Üben nutzen möchten.

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