WKE wehrt sich gegen Grünen-Kritik

Unterstellungen „aus der Luft gegriffen“

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07. Oktober 2017, 16:25 Uhr

Der Wirtschaftskreis Eckernförde hat die gegen ihn erhobenen „Anschuldigungen und Unterstellungen“ des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Edgar Meyn, zurückgewiesen: Sie seien „aus der Luft gegriffen und entbehren jeder Grundlage.“ Meyn hatte dem WKE in der EZ vom 5. Oktober („Lebensplätze sind wichtiger als Parkplätze“) vorgeworfen, mit einer Rundmail an „einen großen Verteiler“ Stimmung gegen die Umgestaltung des Bahnhofsareal zu machen und eine „Anti-Bahnhofs-Kampagne“ zu fahren.

„Der WKE ist ausdrücklich für die Überplanung des Bahnhofareals, insbesondere für die Ansiedlung eines Kinos und eines Lebensmittelmarktes“, erklärte der Vorsitzende des Wirtschaftskreises, Wilfried Wagner, in einer Pressemitteilung. „Wir wehren uns aber gegen die Vernichtung weiterer öffentlicher Parkflächen im Stadtkern, weil wir hier Belastungsgrenzen für erreicht ansehen. Aus diesem Grunde haben wir versucht, bei Betroffenen ein Stimmungsbild abzurufen als Grundlage für unsere Diskussion mit der Politik und der Verwaltung. Erste Ergebnisse zeigen, dass nicht nur Einzelhändler, sondern auch beispielsweise Gastronomen, Marktbeschicker und vor allem Ärzte zentrumsnahe Parkplätze für eine absolute Notwendigkeit halten.“

Eine lebendige Innenstadt, so Wagner weiter, müsse die Möglichkeit bieten, „einfach erreichbar zu sein und zwar nicht nur für Gäste, Kunden und Patienten, sondern auch für die Menschen, die dort arbeiten.“ Dabei müsse auch die durch den demographischen Wandel steigende Zahl älterer Menschen und Menschen mit körperlichen Behinderungen berücksichtigt werden.

Durch das Streichen von innenstadtnahen Parkplätzen würden keine Verkehrsprobleme gelöst, betonte der WKE-Vorsitzende. Stadtentwicklungsplanungen von der Dimension des Bahnhofsareals müssten mit den Belangen der Bürger abgestimmt werden, weil sie von großer Bedeutung für das zukünftige Leben in Eckernförde seien. Wagner: „Wer vorgibt, Bürgerbeteiligung zu wollen, der muss auch Meinungsvielfalt zulassen.“

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