Im Drachenboot auf Medaillenkurs : Wittenseer paddeln vorne mit

Das Drachenboot-Rennen über 200 Meter. Oben das Team der Silverbacks (blaue Trikots) mit Jörg Oppor an Bord.
1 von 3
Das Drachenboot-Rennen über 200 Meter. Oben das Team der Silverbacks (blaue Trikots) mit Jörg Oppor an Bord.

Anke Wilke und Jörg Oppor ruderten für Team aus Magdeburg bei Drachenboot-Meisterschaft in Brandenburg

von
10. Juli 2015, 06:42 Uhr

Bei zahlreichen Welt- und Europameisterschaften haben die beiden Groß Wittenseer Anke Wilke und Jörg Oppor Medaillen mit der deutschen Drachenboot-Mannschaft schon gewonnen. Auch ihr lang gehegter Traum, ein eigenes Team mit Boot zu aufzubauen, hat sich realisiert. „ECKsen-ECKspress“ heißt das 12,5 Meter lange Boot, das 20 Paddlern sowie Steuermann und Trommler Platz bietet. Auf dem Wittensee und der Eckernförder Bucht waren sie bereits unterwegs.

Jetzt waren die 56-Jährige Anke Wilke und der 58 Jahre alte Jörg Oppor erneut unterwegs. Bei der vierten Deutschen Drachenboot-Meisterschaft auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel fuhren die beiden Groß Wittenseer im Boot des befreundeten Team der Silverbacks aus Magdeburg mit. „Aus Schleswig-Holstein hatte kein Standardboot zu den Meisterschaften gemeldet“, sagte Jörg Oppor und das eigene Drachenboot-Team ECKsen-ECKspress aus Groß Wittensee befinde sich noch im Aufbau und nehme an solchen hochkarätigen Wettbewerben noch nicht teil.

Insgesamt gingen bei den Meisterschaften 47 Vereine an den Start. Die etwa 1400 Sportler campierten auf dem großen Regattagelände in Team- und Einzelzelten und fuhren an drei meistens sonnigen und angenehm warmen Tagen ihre Wettbewerbe in Standardbooten (20-Sitzer) und Small-Booten (10-Sitzer) jeweils mit Steuermann und Trommler auf bis zu neun Bahnen nebeneinander über 500 Meter und 200 Meter im Einzelrennen und über 2000 Meter m im Verfolgungsrennen aus.

Das Standard-Mixed Boot der Silverbacks konnte in der Altersklasse Ü 50 über 500 Meter und 2000 Meter Verfolgung jeweils den Deutsche Vizemeistertitel erringen, über 200 Meter gab es einen dritten Platz. „Die Starts werden in einer Paddelfrequenz von bis zu 100 Schlägen pro Minute gefahren“, so Anke Wilke, der Langstreckenschlag liege dann zwischen 50 bis 60 Schlägen pro Minute. Entscheidend sei , dass alle Paddler im selben Rhythmus ihre Paddel durchs Wasser ziehen, besser gesagt reißen.

„Um Meisterschaften fahren zu können, ist ein langfristiges und anspruchsvolles Training erforderlich“ erklärt Oppor. „Meine Lebensgefährtin Anke Wilke und ich trainieren seit März dreimal wöchentlich auf dem Wittensee in unserem Zweier-Auslegerkanu, da geht es auch bei Windstärke sechs und Wellen richtig hart zur Sache.“

„Dem Körper tut das bei effektiver Herangehensweise richtig gut,“ meint Anke Wilke, die über den Betriebssport der AWO Eckernförde vor sechs Jahren zum Drachenbootsport kam. „Du vergisst alles andere und bist eins mit dem Boot, der Natur und der Bewegung des eigenen Körpers, der Geist geht derweil spazieren“.

Das nächste Ziel der beiden ist die Teilnahme an der Club-Crew-Europameisterschaft Ende des Monats in Frankreich unweit von Genf.

Wer Lust an der Bewegung und am Wassersport hat, kann am Training des ECKsen-ECKspress in Groß-Wittensee beim Wassersportclub teilnehmen. „Wir paddeln donnerstags ab 18 Uhr. Material wird gestellt, lediglich zweckmäßige Bekleidung ist mitzubringen. 

>joergoppor@web.de

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen