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Outdoor-freunde auf dem Aschberg : Wissen – das beste Werkzeug für unterwegs

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Globetrotter-Akademie veranstaltete am Wochenende ihr drittes Wintertreffen auf dem Aschberg. Übernachtet wurde auch in Zelten – Sturmböen machte den Besuchern und Gästen nichts aus.

shz.de von
erstellt am 06.Dez.2015 | 19:36 Uhr

Ohne Schnee und Frost – dafür mit starkem Wind fand das dritte Globetrotter Wintertreffen auf dem Aschberg statt. „Für uns ist dieses Wetter eine gute Materialprobe,” erklärte Organisatorin Maike Hoffmann. Gut einhundert Outdoor-Freunde aus ganz Deutschland trafen sich von Freitag bis Sonntag auf dem Aschberg, besuchten vielfältige Vorträge und Veranstaltungen, informierten sich bei den Ausrüstungsausstellern und zelteten auf der Wiese. „Die Stimmung ist durchweg positiv“, freut sich die Eventmanagerin. Als besonderer Publikumsmagnet erwies sich der große Schnäppchenmarkt der Firma Globetrotter.

Zu günstigen Preisen konnten hier Outdoorgarderobe, Schlafsäcke, Rucksäcke und anderes mehr erworben werden. Der zusätzlich geplante Weihnachtsmarkt hingegen fiel sehr klein aus. „Viele Aussteller sind wegen der schlechten Wetterprognosen einfach nicht gekommen“, bedauerte Hoffmann. Auch die Aktivitäten am Kletterturm mussten wegen des Sturms abgesagt werden. Doch dank der frühlingshaften Temperaturen von bis zu zehn Grad konnten einige Workshops draußen am Lagerfeuer stattfinden, so zum Beispiel der Workshop „Unabhängig draußen unterwegs“. Teilnehmer des Wintertreffens und auch Tagesgäste erfuhren hierbei einiges über das sichere Arbeiten mit dem Messer und das Feuermachen mit dem Firesteel. „Das beste Werkzeug für unterwegs ist das Wissen und es wiegt nichts”, erklärte Seminarleiter Julius Zeidler.

Auch die richtige Ausrüstung im Rucksack und das Kochen mit Hobokochern war für viele ein spannendes Thema. Jan Michel Osterholz nutzte die Gelegenheit, aus einer Blechdose selbst einen Hobokocher herzustellen. Der 17-jährige Schüler gehört zum Outdoorcollege und hat sieben Monate mit 23 weiteren Schülern aus ganz Deutschland auf einer Huskyfarm in Norwegens Wildnis verbracht. Die Schüler wurden dort unterrichtet, waren aber auch gleichzeitig für die Versorgung der Hunde und ihre eigene Verpflegung zuständig. Das Outdoorcollege wurde im August vergangenen Jahres von Meike Hoffmann und ihrem Mann Günther gegründet. In einem Vortrag informierte Hoffmann über das europaweit einzigartige Projekt. „Die Schüler des vergangenen Jahres, sozusagen unsere Pioniere, sind alle zu diesem Wintertreffen gekommen und feiern hier ein Wiedersehen“, berichtet Betreuerin Deike Schmidt.

Anja Heidmann und Christian Küttner mit Tochter Lina hatten sich den Vortrag „Der Wolf ist zurück“ von Wolfsbetreuer Walter Mahnert angehört. „Hochinteressant, aber für Kinder nicht wirklich geeignet“, empfand Heidmann. Die neunjährige Lina hatte da mehr Freude an einer für die Kinder organisierten Schatzsuche im Wald, nachdem sie den richtigen Umgang mit Karte und Kompass gelernt hatte. Die dreiköpfige Familie aus Hamburg hatte die erste Nacht in einem beheizten Tentipi-Zelt verbringen dürfen. Die schwedische Firma Tentipi, die ihre Zelte den historischen Sami-Zelten nachempfunden hat, verloste die Übernachtungen in den komfortablen Unterkünften unter den Camp-Teilnehmern. Für die zweite Nacht baute die naturverbundene Familie im Sturm nun ihr eigenes Zelt auf: „Das Wetter stört uns nicht. Wir machen immer Outdoorreisen. Lina kennt es gar nicht anders.“

Auch gab es für die Zelter die Möglichkeit, winterfeste Schlafsäcke der Firma Globetrotter auszuprobieren. Zwei Saunafässer auf dem Campinggelände boten eine weitere Wärmequelle. Als Tagesgäste war Matthias Schmidt mit seinem Sohn Thore aus Hamburg angereist. Auf den Outdoorsitzsäcken ließen sie sich den Wildeintopf schmecken. Besonders gefallen habe ihnen der Schnäppchenmarkt, wo sie auch wirkliche Schnäppchen gefunden hätten, berichtet Schmidt und verweist auf die prallgefüllten Einkaufstüten.

Am meisten genieße sie immer die Abende bei diesen Treffen, schwärmt Organisatorin Meike Hoffmann. Abends säßen alle Teilnehmer gemütlich am Lagerfeuer zusammen und es gebe Barbeque. Und dann äußerte die Event-Managerin noch einen Wunsch für die „Materialprobe“ im nächsten Jahr: „Wir hatten jetzt drei Jahre in Folge Sturm bei unseren Wintertreffen. Für das nächste Jahr wünsche ich mir Schnee – einen Meter hoch“.






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