zur Navigation springen

Wirtschaftskreis: Viel Lob für Wagners offene Worte

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 27.Sep.2013 | 06:47 Uhr

Mit seinem klaren Bekenntnis zu den neuen, geplanten Gewerbeflächen am Bahnhof („Wäre es der Sky-Markt geworden, wären wir auf die Barrikaden gegangen“), dem neuen Geschäftshaus in der Kieler Straße 54 einschließlich der neuen Textilanbieter C&A und vermutlich H&M am Bahnhof und auch der Fremdenverkehrsabgabe hat der Vorsitzende des Wirtschaftskreises Eckernförde, Wilfried Wagner, einige Ausschussmitglieder überrascht. Die meisten positiv. Wagner machte keinen Hehl aus seiner Haltung und berief sich auch auf Meinungen von Vorstandskollegen wie dem Textil- und Modeunternehmer Malte Behrendt, der selbst die Ansiedlung des Konkurrenzbetriebs C&A als „Bereicherung für die Innenstadt und Frequenzbringer“ begrüßt habe, so Wagner. „H&M würden wir auch toll finden“.

A & O für die Geschäftsleute seien neben einer attraktiven Innenstadt die Anfahrbarkeit und ausreichend viele, fußläufig erreichbare Parkplätze. Selbst die von Anke Göttsch (SPD) angefragte Beteiligung der Kaufleute an den Parkgebühren für die Kunden fiel bei Wagner auf fruchtbaren Boden: „Die Idee ist gut, die Parkautomaten sind dafür sogar geeignet, aber es gibt noch kein Konzept, man müsste sich hinsetzen und eines entwickeln.“ Martin Klimach-Dreger (SPD) wies auf die Notwendigkeit eines Parkraumkonzepts für den Schulweg und den Grünen Weg hin, hier befinde man sich auf dem Weg. Wilfried Wagner plädierte für eine Verdreifachung der Parkfläche am Schulweg: Eine Ebene könnte unter der Erde, eine obendrauf gesetzt werden. Wichtig sei bei der Nooröffnung, dass während der Bauphase keine Parkplätze verloren gingen. So müsste erst das Parkhaus in der Noorstraße fertig sein, bevor die Parkpalette mit 237 Stellplätzen demontiert wird – Bürgermeister Sibbel sicherte dies zu.

Wagner erinnerte an die Gründung des WKE 1949. Vor 64 Jahren habe man erstmals zu Weihnachten Lichterketten in der Innenstadt aufgehängt und Anfang der 70er-Jahre in der von Bürgermeister Kurt Schulz gesperrten Kieler Straße erstmals einen verkaufsoffenen Sonntag angeboten. Der folgende Umbau der Kieler Straße gegen den Widerstand der Kaufleute sei „die beste Entscheidung gewesen, die jemals für die Innenstadt getroffen wurde“. Sein Vorgänger Ulrich Lienemann habe das heute so erfolgreiche Stadtmarketing in Gang gesetzt. Die Entwicklung Eckernfördes sei erfreulich. Stellschrauben sieht Wagner beim Tagestourismus, dem Entree für die Kieler Straße Süd (Preußerstraße), der Unterstützung inhabergeführter Geschäfte und der Suche nach einem neuen Festplatz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen