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Handwerkermarkt : Wirtschaftskraft und Bürgernähe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der 3. Handwerkermarkt in Fleckeby hat am Sonnabend 3000 Besucher angelockt. 66 Aussteller zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen. Auch Ministerpräsident Torsten Albig war dort und lobte die Erfolgsgeschichte der Gemeindefusion vor 40 Jahren.

Der vergangene Sonnabend zählt zweifellos zu den ganz großen Ereignissen der Gemeinde Fleckeby, sagte Bürgermeisterin Ursula Schwarzer. Grund: der 3. Handwerkermarkt mit annähernd 3000 Besuchern. Der Handwerkerkreis unter der Federführung von Frank Großkopf hatte 66 Aussteller von Kiel bis Flensburg gewinnen können, um das eigene Gewerk oder den eigenen Aufgabenbereich vorzustellen, Visionen zu erklären und Informationen zu geben. „Auf diese Weise haben wir die Chancen, in ausgelassener Stimmung Kundennähe zu zeigen und mit den Interessierten ins Gespräch zu kommen“, sagte Großkopf.

Er selbst war mit seinem Elektrofachgeschäft ebenso dabei wie zum Beispiel Silke Asbahr aus Rieseby vom HaKa-Werk, Friseur Detlefsen, der am Stand hübsche Flechtfrisuren zauberte, Fliesen-Nommels, Monika Keinberger mit schicker Designer-Mode, Joachim Pahl mit Gartengeräten oder Michael Huß mit seinem Baubetrieb. Bürgermeisterin Schwarzer und Unternehmer Großkopf waren sich einig; „Auf dem Handwerkermarkt zeigt sich, wie viel Potential im guten Handwerk, aber auch in der Gemeinde Fleckeby-Götheby-Holm steckt, denn die Handwerkerschaft ist hier sehr aktiv!“ Der 3. Handwerkermarkt bot aber nicht nur den Handel- und Gewerbetreibenden eine Plattform. Auch die Kirche, die Kinder-Not-Hilfe oder die politischen Parteien oder der Sozialverband waren dabei und malten ein buntes und vitales Bild der Gemeinde. Das war an diesem Tag besonders für den Ministerpräsidenten Torsten Albig interessant. Er war gekommen, um mit den Bürgern den 40. Jahrestag der Gemeindefusion zu feiern.

In einer Feierstunde zum Zusammenschluss der Gemeinden vor 40 Jahren lobte nicht nur Bürgermeisterin Ursula Schwarzer die mutige und nicht einfach umzusetzende Idee, zwei kleinere Orte zu einer größeren, schlag-und innovationsstarken Gemeinde zusammenzuschließen. Ministerpräsident Albig zeichnete vor vielen Gästen, darunter die Landtagsabgeordneten Jette-Waldinger-Thiering (SSW) und Serpil Midyatli (SPD) sowie Amtsdirektor Gunnar Bock, Amtsvorsteher Rainer Röhl, die Bürgermeister der Nachbargemeinden und die Mitglieder der Gemeindevertretung, Alt-Bürgermeister Heinz Böhrensen für seine Leistungen vor 40 Jahren aus. Als Bürgermeister sei er die treibende Kraft gewesen in einem Kreis von Gemeindevertretern, die die Fusion seinerzeit erdacht,vorangetrieben und realisiert hatte. Albig unterstrich, dass das neue Bürger-und Sportzentrum ohne die Fusion heute wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre, weil jede Gemeinde allein für ein solches Projekt zu klein gewesen wäre. Wichtig sei ihm, dass das Gemeinschaftsgefühl unter der Zusammenlegung nicht leide. „Auf die Menschen kommt es an“, rief er den Bürgern zu und hatte auch eine politische Botschaft im Gepäck: Unter einer von ihm geführten Regierung werde es keine Anordnungen zur Zusammenlegung von oben nach unten geben; diese würden lediglich dann unterstützt, wenn die Menschen vor Ort dies wollten. „Wir sind sehr, sehr stolz darauf, wie erfolgreich Sie das hier gemacht haben“, sagte er im Rahmen seiner Grußwortes. Im Rahmen der Feierstunde zeichnete der Ministerpräsident Heinz Böhrensen mit einer Ehrenurkunde aus; seitens der Gemeinde gab es einen silbernen Ehrenteller. Die gleiche Ehrung erhielten auch Helga Hinrichsen, Manfred Böhnemann, Hinnerk Wendt und Hans Wörmbke. Sie alle hatten vor 40 Jahren die Gemeindefusion als Mitglieder der Gemeindevertretung mit befördert.

Aber der Besuch des Ministerpräsidenten beschränkte sich nicht nur auf die Feierstunde. Hatte Frank Großkopf am Rande der Veranstaltung den Charakter des Markts als Spiegelbild der Gemeinde bezeichnet, wollte Albig diese genauer kennenlernen und nahm sich viel Zeit für einen Rundgang. Die Veranstaltung selbst bot auch für politisch weniger Interessiert viel. Ob Groß oder Klein, alt oder jung, an den vielen Infoständen, den kulinarischen Angeboten und der Musik vom Schleiblasorchester, Drums and Pipes, Flachlandgaudis und der Luky-Rudolph-Band hatten an diesem Tag, der erst in den Nachtstunden endete, alle ihre Freude.

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