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Eckernförder Zeitung

19. November 2017 | 04:24 Uhr

„Wir werden uns wehren müssen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 12:47 Uhr

Eine „gesellschaftliche Diskussion“ fordert der Kreisjägermeister und Präsident des Landesjagdverbandes Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, um die Vorurteile von schießwütigen Jägern zu entkräften. Das sagte Baasch am Dienstagabend in der Stadthalle vor rund 200 Jägern bei der Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft (KJS) Eckernförde.

Dabei zeigte er sich nicht ängstlich: Bis in die Politik reichten die Vorurteile. Anders sei es nicht zu erklären, dass die Landesregierung die Jäger mit der neuen Jagd- und Schonzeitenverordnung immer mehr in ihrer Ausübung einschränke. Dabei seien gerade die wegfallenden zwei Sommermonate die beste Zeit, um das Schalenwild, das dann im Getreide stehe, zu schießen und für einen ausgeglichenen Bestand zu sorgen. „Die Zeit beginnt, in der wir uns wehren müssen“, so Baasch. „Auch der Bauernverband müsste aufbegehren, damit Schäden von der Landwirtschaft ferngehalten werden.“ Er betonte, dass Jäger stets darauf bedacht seien, den Bestand der Tiere auf einem für Mensch und Natur optimalen Bestand zu halten.

Bei der Diskussion um bleifreie Munition erteilte der Präsident des Landesjagdverbandes den Befürwortern eine Absage: Vor einer weiteren Diskussion müsse die Tötungswirkung von bleifreier Munition geklärt werden. Die Vermutung der Jäger: Bleifreie Munition tötet aufgrund ihres physikalischen Verhaltens beim Aufschlag nicht so schnell und zuverlässig wie bleihaltige Munition, so dass die Tiere unnötig leiden müssen.

Alles in allem würden sich die Jagdbedingungen langsam so verschlechtern, dass „wir bald nicht mehr handlungsfähig sind“, so Baasch. „Wir werden uns irgendwann wehren müssen.“

750 Mitglieder zählt die Kreisjägerschaft Eckernförde. Sie schossen beim Schwarzwild in der Jagdsaison 2013/14 insgesamt 378 Tiere – erneut die höchste Zahl nach 362 Tieren im vergangenen Jahr und 218 im Jahr zuvor. Die Reproduktionsrate der Wildschweine sei aber so hoch, dass man nicht nachlassen dürfe, sagte Vorsitzender Otto Gravert. Beim Rehwild schossen die Jäger 2944 Tiere (3194 im Jahr zuvor), beim Damwild 1889 (1789).

Bei den Wahlen wurde Otto Gravert im Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt. Neuer Stellvertreter ist Hans Kröger. Er tritt die Nachfolge von Jürgen Eckhardt an. Neuer Jagdschutzbeauftragter ist Christopher von Dollen.

> Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften: 75 Jahre: Horst Plautz; 60 Jahre: Kurt Holst; 50 Jahre: Dr. Anton Tesch, Egon Bundt, Peter Hoff, Bernhard Gerken, Rolf Kann, Gerd Beirow, Willi Jöhnk und Peter hardenfeld; 40 Jahre: Hans-Jürgen Langbehn, Karl-Heinz Preuß, Ernst erich Empen, Ernst-Otto Thams, Hans Otto Heggemann, Gerhard Hellwig, Michael Hermann König, Joachim Stegemann, Heinz Otto Sievers.

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