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Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 05:49 Uhr

Neujahrsempfang : „Wir haben viel zu tun“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

CDU Altenholz gibt Ausblick aufs Jahr und Einblick in Landes- und Bundespolitik

Altenholz | Er hat mittlerweile Tradition: Der Neujahrsempfang der Christdemokraten in Altenholz. Die 70 Mitglieder des Ortsvereins waren dazu gestern neben Vertretern der anderen Altenholzer Ratsfraktionen, der Vereine und Verbände im Ort sowie der CDU-Ortsverbände aus dem Umland ins Gemeindezentrum eingeladen. Unter den Gästen auch der Bundestagsabgeordnete Thomas Stitzl sowie der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Daniel Günther.

Mit der Diskussion um die Nahversorgung in Stift und die fehlenden Kinderbetreuungsplätze im Ort war das Jahr 2014 zu Ende gegangen, und diese Themen seien es auch, die die Fraktionen im neuen Jahr weiter beschäftigten, machte der Ortsvereinsvorsitzende Jan-Nikolas Sontag deutlich. „Wir haben viel zu tun. Und wir können uns voll darauf konzentrieren“, hob Sontag mit dem Hinweis hervor, dass in diesem Jahr keine Kräfte in den Wahlkampf investiert werden müssten – die nächste Wahl stehe mit der des Bürgermeisters erst 2016 an. „Wir können zufrieden sein, wir leben in einer segensreichen Zeit“, meinte Sontag weiter und verwies auf 70 Jahre Frieden in Deutschland. Dennoch gebe es eine allgemeine Unzufriedenheit in Deutschland, die der Pegida-Bewegung Zulauf beschere. „Die Sorgen derer, die sich dorthin wenden, müssen wir ernst nehmen“, mahnte Sontag.

Offen darüber zu reden war auch die Empfehlung von Thomas Stritzl, der die Entscheidung für die Rente mit 63 ebenso verteidigte wie die für den Mindestlohn. Er warb für das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA: „Wenn wir auf dem Weltmarkt mitspielen wollen, dann nicht als kleines Deutschland, sondern nur mit Europa und im Schulterschluss mit den USA.“ Nur dann werde es gelingen, den Lebensstandard in Deutschland zu halten, war Stritzl überzeugt. Weiter warnte er vor der Verabschiedung vom Euro. Das bedeutete einen Rückfall in die Zeit vor 20 Jahren und ein Europa, in dem wieder Grenzen aufgezogen würden. Einen Schuldenschnitt für Griechenland lehnte er ab.

Für Schleswig-Holstein wünschte er sich, das Land würde stärker deutlich machen, dass es die Olympischen Segelwettbewerbe 2024 an die Förde holen möchte. „Das würde uns helfen, positiv ins Gespräch und nach vorn zu kommen“, betonte Stitzl, der den Wahlkreis Altenholz, Kiel, Kronshagen im Bundestag vertritt.

Positive Schlagzeilen über Schleswig-Holstein wünschte sich auch Daniel Günther, der mit der Landesregierung ins Gericht ging. Der Umgang von Justizministerin Anke Spoorendonk mit der Geiselnahme in der JVA Lübeck zu Weihnachten, die geplante Liberalisierung des Strafvollzugs, zu geringe Investitionen in den Straßenunterhalt, die Stellenstreichungen bei der Landespolizei und die Bildungspolitik – Günther sparte nicht mit Kritik und kündigte an: „Wenn wir in diesem Land wieder regieren dürfen, werden wir vieles korrigieren.“

Der Ortsvereinsvorsitzende Sontag nutzte den Jahresempfang, um gemeinsam mit Fraktionschef Jürgen Schlüter Hans-Dieter Thimjahn für sein zehn Jahre währendes Engagement in der Kommunalpolitik zu danken. Aus persönlichen Gründen hatte der finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung am vergangenen Mittwoch seinen Rückzug angekündigt.

 

 

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erstellt am 02.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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