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Klassentreffen in Fleckeby : „Wir haben immer zusammengehalten“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wiedersehen: Ehemalige Abschlussschüler der Fleckebyer Schule treffen sich nach 60 Jahren

Fleckeby | Nochmal zehn Jahre, so lange wollen die ehemaligen Fleckebyer Schüler nicht warten, bis sie sich wiedersehen. „Einen festen Termin wollen wir uns suchen, wer dann kommt, kommt“, sagte Waltraud Schielke, die von den ehemals 22 Mitschülern, zehn zu einem Klassentreffen am Sonnabend begrüßen konnte. Und das nach 60 Jahren. Zum 40-jährigen in Eckernförde und zum 50-jährigen in Schleswig hat es bereits Treffen gegeben, jetzt das dritte nach 60 Jahren Schulabschluss in Fleckeby, dort wo alles begann. Gemeinsam mit Karin Brücker und Irma Hansen hat sie das Treffen im „Kiek In“ mit anschließender Schulbesichtigung organisiert.

Am 26. März 1957 wurden sie aus der ländlichen Realschule entlassen. „1947 wurden wir eingeschult, damals noch in der Alten Schule“, erzählte Karin Brücker. Die Schule wurde nach dem Krieg wieder eröffnet. Drei Jahre später, 1950, wechselten sie dann in die neu gebaute Grund- und Hauptschule am Holm. Sie besichten den so genannten Aufbauzug. Rund 200 Schüler besuchten die Einrichtung damals, sie kamen aus Fleckeby, Osterby, Missunde, Güby oder auch Borgwedel.

Brave Schüler seien sie gewesen, da waren sich alle einig. Hin und wieder habe man gespickt, aber die großen Streiche blieben aus. Die hätte man sich auch beim damaligen Rektor Otto Tismer nicht erlauben dürfen. Bei Verfehlungen setzte es was mit dem Stock oder mit seiner Hand. „Ihm fehlten an der rechten Hand alle Finger“, erinnerte sich Waltraud Schielke, die damals noch Bach hieß, gut. Mit der Hand eine gelangt zu bekommen, das habe richtig wehgetan. Rektor Tismer habe immer viel von seinen Schüler gefordert, die Gudewerdtschule in Eckernförde sei das große Vorbild gewesen.

In wesentlich besserer Erinnerung haben die heute Mitt-Siebziger ihre Klassenlehrerin Irmgard Schatte. Sie unterrichtete Deutsch und Literaturgeschichte. Bei den Wiedersehenstreffen zum 40. und 50. war sie sogar auch gekommen. Im letzten Jahr ist sie mit weit über 90 Jahren gestorben. Auch an ihren Englischlehrer Karl-Heinz Wahls denken sie gerne zurück. Der sei sehr beliebt gewesen. Er habe ein Segelboot in Missunde gehabt und zu gemeinsamen Törn eingeladen. Lehrer Paul Ehrenfeld habe schon damals auf die Bedeutung der Natur hingewiesen und die Umweltzerstörung angeprangert.

15 Mädchen und sieben Jungs waren es damals in der Klasse. Friedrich Kaczensky war am Sonnabend der einzige Mann unter all den Frauen. Er hatte auch die weiteste Anreise zum Klassentreffen. Mit seiner Frau reiste er aus Putzbrunn bei München an. „Ich verbinde das Wiedersehen mit Urlaub an der Ostsee“, erzählte er. Daher haben die Organisatorinnen auch das Treffen rund um seinen Aufenthalt im Norden gelegt.

Die anderen Schülerinnen von damals, die sich jetzt trafen, hatten es nicht so weit. Sie blieben weitestgehend in der Region, sie wohnen noch heute in Fleckeby, Bordesholm Schleswig, Eckernförde und Kosel. Viele von ihnen haben noch regelmäßig Kontakt. „Wir hatten einen tollen Zusammenhalt damals“, erinnerte sich Elsa Noetzel gerne an die gemeinsamen Schuljahre. Man habe sich immer gegenseitig unterstützt und geholfen. Karin Brücker hat sogar ein Gedicht über ihre Schulzeit geschrieben.  

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erstellt am 04.Jul.2017 | 06:13 Uhr

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