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Gute Nachricht für viele Bürger : Winterdienst: Nebenstraßen sollen wieder geräumt werden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Bauausschuss stimmt für Wiedereinführung des flächendeckenden Winterdienstes. Damit ist klar: In diesem Winter werden auch die Nebenstraßen wieder geräumt. Das hatte die Stadt 2010 aus Kostengründen abgeschafft.

Da gab es keine Diskussion: Der städtische Bauausschuss hat am Mittwochabend der Ratsversammlung einstimmig die Empfehlung ausgesprochen, den Winterdienst in den Nebenstraßen Eckernfördes wieder einzuführen. Die Beschlussvorlage dazu hatte Bürgermeister Jörg Sibbel geliefert.

Als Teil der Haushaltskonsolidierung und aus technischen und ökologischen Gründen ist der „Differenzierte Winterdienst“ am 14. Dezember 2010 von der Ratsversammlung beschlossen worden. Seither erfolgte die Schnee- und Glättebeseitigung nur noch auf verkehrswichtigen und gefährlichen Straßenabschnitten. Alle anderen Straßen sind nur bei extremen Wetterlagen wie Blitzeis geräumt und gestreut worden.

Allerdings führte das zu Problemen bei der Müllabfuhr und fand nicht die Akzeptanz der Bürger. Deshalb schlug die Verwaltung nun vor, zu einem flächendeckenden Winterdienst zurückzukehren, „auch wenn damit nicht alle Probleme beseitigt werden können“, so Jörg Sibbel. Als Beispiele führte er an, dass eine Schneedecke auf Nebenstraßen mit wenig Fahrzeugverkehr schwer auftaue und eine Schneeräumung in vielen schmalen Straßen durch parkende Fahrzeuge erschwert werde.

„Trotz dieser Probleme wird die Notwendigkeit gesehen, den Winterdienst zukünftig in Nebenstraßen zu verbessern.“ Um jedoch eine wirkliche Verbesserung der Befahrbarkeit von Nebenstraßen zu erreichen, müsse die Räumung und Streuung der Fahrbahnen zeitnah erfolgen. „Dies erfordert weitere externe Dienstleistungen und die Beschaffung eines Streugerätes, da für zusätzliche Winterdiensttätigkeiten parallel zu den verkehrswichtigen und gefährlichen Straßenabschnitten kein eigenes zusätzliches Personal und Gerät zur Verfügung steht.“ Für die Ausweitung des Winterdienstes sei damit die Beauftragung eines Dienstleisters mit einem zusätzlichen Fahrzeug erforderlich. Sibbel: „Die Ausweitung des Winterdienstes bedeutet einen Mehraufwand von etwa 23  200 Euro pro Jahr bei einer durchschnittlichen Winterdienstperiode.“ Der Bürgermeister machte aber auch gleich deutlich: „Aufgrund der besonderen Gegebenheiten in Nebenstraßen muss sich die Erwartungshaltung an den erweiterten Winterdienst in einem realistischen Rahmen bewegen.“

Als nächstes muss der Finanzausschuss der Beschlussvorlage zustimmen und danach die Ratsversammlung. Beides ist mehr als wahrscheinlich.

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erstellt am 09.Okt.2015 | 06:40 Uhr

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