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Wintervorbereitungen : Winterdienst für Eis und Schnee gerüstet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Winter kann kommen: Städtischer Bauhof und Straßenmeisterei sind vorbereitet. Rund 1000 Tonnen Streusalz stehen in den Hallen bereit.

Wenn die Temperaturen langsam in den Minusbereich sinken, sich Glatteis und der erste Schneefall ankündigen, dann ist die Arbeit des Winterdienstes der Stadt gefragt. Die Wintervorbereitungen des städtischen Bauhofs und der Straßenmeisterei sind seit dieser Woche abgeschlossen. „Der Winter kann kommen“, sagt Günter Beyer, seit 23 Jahren Vorarbeiter beim Bauhof, auf dem 29 Mitarbeiter ihrer Arbeit nachgehen. In der kommenden Woche müssen noch die rund 20 Streugutbehälter in die sogenannten Handbezirke – Stadtbezirke, die von Hand gestreut werden müssen –, verteilt werden. Der Winterdienst wird im Straßenreinigungsgesetz geregelt. Danach gibt es drei Straßenkategorien, deren Räumung absteigend nach Priorität erfolgt: Bundes-, Landes und Kreisstraßen. Im Laufe des gesamten Jahres werden die Schneepflüge und Streuer gewartet, repariert und instand gesetzt, um pünktlich für den Winterdienst von Anfang November bis Ende März bereitzustehen.

Während der städtische Bauhof ausschließlich für die Räumungsarbeiten in den 24 Stadtbezirken verantwortlich ist, reicht der Zuständigkeitsbereich der Straßenmeisterei von Kappeln bis nach Schilksee, von Eckernförde bis zur A 7 - insgesamt rund 380 Kilometer Straße. Um diese im Winter frei zu halten, stehen dem Leiter Arno Sachau 23 Mitarbeiter, drei Streufahrzeuge, zwei Lkw und im Winter sechs zusätzliche Unternehmerfahrzeuge zur Verfügung. Bei drei bis vier Grad, wenn die Temperaturen auf Null sinken könnten, beginnt um drei Uhr morgens ein Frühdienst seine Schicht, um sich in einer ersten Kontrollfahrt einen Überblick über die Straßenverhältnisse zu verschaffen. Bei glatten Straßen alarmiert er die Fahrer. „So haben wir im Idealfall vor dem Berufsverkehr gestreut und geräumt“, erläutert Sachau. Die Wetterdaten liefert der Deutsche Wetterdienst. Zwischen 20 und 30 Nachrichten erreichen Sachau an einem Tag. Die Vorhersage des Wetterdienstes basiert auf den Luft- und Straßenbelagstemperaturen sowie den Daten des Regen- und Schneeradars. Je nach Wetterlage können die Streuautomaten fünf bis 20 Gramm Streusalz pro Quadratmeter ausstreuen: Fünf Gramm bei Frost und Reifglätte, 20 bei Schnee.

In den Hallen der Straßenmeisterei im Amselweg lagern derzeit rund 800 Tonnen, beim städtischen Bauhof zwischen 150 und 200 Tonnen Salz und zusätzlich 100 Tonnen Streusand für die Handbezirke. Salz eigene sich aber besser als Streusand, erklärt Sachau. Seit etwa 25 Jahren streut die Straßenmeisterei inzwischen mit Salz. Streusand ist immer wieder in die Kanalisation gelangt, außerdem ist der Wirkungsgrad nicht so hoch wie beim Salz, so Sachau. Wichtig sei, dass das Salz einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als drei Prozent hat, damit es im Lager nicht klumpt und ausgestreut auf den Straßen nicht gefriert. „Je trockner, desto besser“, sagt auch Günter Beyer. „Die größte Herausforderung ist der Schnee.“ Bei Frost und Reifglätte müsse die Straße nur einmal abgefahren werden, weil der Streuautomat Breiten von zwei bis acht Metern abdecke. Bei Schnee müssen jedoch beide Straßenseiten mit dem 2,70 breitem Schneepflug abgefahren werden. „Das ist schon aufwendiger.“

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erstellt am 16.Nov.2014 | 06:08 Uhr

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