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Streit um Windpark : Windparkentwickler sieht keine Gefahr für Vögel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ist der Windpark wirklich eine gefahr für Vögel? Nachdem der Nabu Kritik geäußert hat, meldet sich nun das zuständige Unternehmen. Alles sei mit Blick auf Naturschutz gebprüft worden.

Der Windpark Holtsee-Altenhof sei keine Gefahr für den Vogelzug. Das betonte die zuständige Firma „Denker & Wulf“ gestern als Reaktion auf die Kritik des Naturschutzbund Eckernförde (EZ vom 9. Oktober).

Das Gebiet sei mit Blick auf den Naturschutz in der vierjährigen Planungszeit intensiv geprüft worden. Die Untere Naturschutzbehörde sowie das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume haben hier keine Kritikpunkte geäußert, die dem Bau entgegenstünden, heißt es von Seiten des Unternehmens. Damit weist Torsten Levsen, Vorstandsvorsitzender des Windparkentwicklers, die Kritik vom Nabu-Vorsitzenden Jürgen Schmidt zurück. Dieser hatte den Windpark aufgrund seiner Angrenzung zur Gosseeniederung als Gefahr für zahlreiche Vögel eingeschätzt.

Auch ein unabhängiges Gutachterbüro soll sich bereits mit dem Fall beschäftigt haben. Hier wurden Vogelzählungen vorgenommen und ein Flugmonitoring erstellt. Dieses habe Auskunft über Flughöhe und Flugrichtung der Tiere gegeben. Das Ergebnis: Das Gebiet werde von Seeadlern und Rotmilanen nur selten durchquert. Außerdem bleibe die Flughöhe der Vögel unterhalb des Rotorbereichs, so „Denker & Wulf“. Auch die Zugvögel seien nicht gefährdet, da der Windpark südlich des Zugfeldes über die Eckernförder Bucht in Richtung Westküste liege.

Dass der Nabu mit seiner Kritik am Windenergieprojekt zu einer Verunsicherung der Öffentlichkeit beitrage, sei ärgerlich, so Torsten Levsen: „Es wäre schön, wenn gutachterlich bestätigte Eignungsgebiete auch seitens der Nabu-Orstgruppen anerkannt würden“, sagte er. Das Unternehmen äußerte gegenüber der EZ, dass sie, wenn gewünscht, auch zu einem klärenden Gespräch mit dem Nabu bereit wären.


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erstellt am 10.Okt.2013 | 06:04 Uhr

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