zur Navigation springen

Windkraft rund um Eckernförde: „Wir sehen das sehr kritisch“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 21.Jan.2016 | 12:56 Uhr

Eckernförde ist eingerahmt von großen Windkraftanlagen. Allein im Raum Goossee / Haby und Schwedeneck ragen über ein Dutzend hohe Windräder mit ihren riesigen Flügeln in den Himmel und sind weithin sichtbar. Ein Panorama, das nicht jedem gefällt im Ostseebad und Anlass zur Kritik gibt. Auch Bürgermeister Jörg Sibbel sieht den zunehmenden Ausbau der Windkraft im Nahbereich der Stadt sehr kritisch, wie er im Bauausschuss sagte.

Den Anstoß zu der in Eckernförde bisher kaum geführten Windkraft-Diskussion gab Renate Sommer aus der Wilhelm-Lehmann-Straße. Sie und ihre Nachbarn blicken seit dem Bau der Windräder auf dem Gebiet der Gemeinde Holtsee im Nahbereich der Goosseeniederung ständig auf die sich permanent drehenden Windmühlen. Die Anwohner befürchten jetzt durch die Umsetzung der neuen Regionalplanung den Bau weiterer Windkraftanlagen auf Goosefelder Gebiet im direkten Sichtfeld der Wilhelm-Lehmann-Straße am südlichen Rand der Stadt Eckernförde. Renate Sommer wollte wissen, ob die Stadt Kenntnis von der Erweiterung des Windparks hat und wie sie grundsätzlich zum Thema Windmühlen steht.

Die Aufstellung von Potenzialflächen, aus denen später die Eignungsflächen für die Windkraft entwickelt und die Regionalpläne entstehen, werde von der Stadt intensiv verfolgt, erklärte Bürgermeister Jörg Sibbel. Ziel sei es, zwei Prozent der Landesfläche zu Windeignungsgebieten zu machen. „Wenn die Belange der Stadt Eckernförde und ihrer Bürger berührt werden, werden wir uns einschalten“, versicherte der Bürgermeister. Bislang sei die Stadt weder im Fall Holtsee noch Barkelsby beteiligt worden. Man werde die Landesplanung anschreiben, um im weiteren Verfahren beteiligt zu werden, sagte Sibbel. Unter anderem nannte er den Bereich der Schnaaper Seen als mögliches Aufstellungsgebiet von Windmühlen. „Wir sehen das sehr kritisch“, versicherte der Bürgermeister der Fragestellerin. „Und wir werden das in den Fachausschüssen und Gremien auch so artikulieren.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen