Kreistag : Windkraft: Nackenschlag für neue Fraktion

Dr. Susanne Kirchhof
Dr. Susanne Kirchhof

Kreistag Rendsburg-Eckernförde lehnt WGR-Antrag mit großer Mehrheit ab

shz.de von
18. September 2018, 18:14 Uhr

Eckernförde | Die Wählergemeinschaft Rendsburg-Eckernförde (WGK) ist im Kreistag mit einem Antrag zur Windkraftpolitik gescheitert. Mit 57 zu zwei Stimmen bei drei Enthaltungen votierte der Kreistag dagegen, den zuständigen Ausschüssen „eine kritische politische Befassung, Beratung und Stellungnahme“ zu der vom Land entwickelten Regionalplanung Wind aufzuerlegen.

Zuvor hatte WGK-Fraktionsvorsitzende Dr. Susanne Kirchhof (Foto) die Abgeordneten auf die Schallschutzproblematik in Sachen Windkraftrotoren hingewiesen. In der schriftlichen Begründung ihres Antrags heißt es, dass die Lärmbelastung benachbarter Wohnhäuser bisher unterschätzt wurde. Zudem werde das Landschaftsbild durch die Rotoren beeinträchtigt. Die Holtseerin Kirchhof ist Vorsitzende des Vereins „Gegenwind“, der gegen den Bau neuer Windkrafträder sowie die Aufwertung bestehender Anlagen eintritt.

Die ablehnende Haltung der anderen Fraktionen zu dem Antrag der WGK entzündete sich am Wort „kritisch“. SPD-Fraktionschef Kai Dolgner beanstandete, dass die Wählergemeinschaft den Gremien vorschreiben wolle, wie sie sich mit dem Thema Windkraft auseinandersetzen sollen. Natürlich würden sich die Ausschüsse mit der Windkraftplanung befassen, so Dolgner, aber eine Stellungnahme an das Land sollte auf der Grundlage einer ergebnisoffenen Diskussion erarbeitet werden. Tim Albrecht, Vorsitzender der CDU-Fraktion, schloss sich Dolgners Aussagen an. Den Antrag der Wählergemeinschaft kommentierte er mit den Worten: „Einen Appell an uns selbst zu richten, ist unsinnig“. Kritik kam auch aus den Reihen der Grünen und der Linken.

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