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windkraft : Windenergieanlage in Neu Ilewitt im Oktober fertig

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Die Höhe der Anlage beträgt 150 Meter, die Stromleistung 9500 Megawattstunden im Jahr.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2015 | 05:46 Uhr

Die Arbeiten für den Bau der Windenergieanlage (WEA) der Firma Ilewind GmbH &Co.KG liegen voll im Zeitplan. Geschäftsführer Peter Kirberg ist zuversichtlich, dass die WEA bis Ende Oktober errichtet ist. Aufgestellt wurde bereits der Verteilerkasten am Anfang der Erschließungsstraße, in dem der Strom in das 20 kV-Netz der SH-Netz-AG eingespeist werden soll. 500 Meter Kabel führen direkt zur Baustelle, wo bereits ein Betonfundament gegossen wurde. Der Sockel weist einen Durchmesser von 17,6 Metern auf. Auf ihm soll der Stahlrohrturm der WEA des Typs Senvion 3.2M   114 ruhen.

Die WEA wird eine Gesamthöhe von 150 Metern aufweisen. Als Tageskennzeichnung ist die Lackierung der Flügelspitzen in Rot und Weiß vorgesehen. Die geforderte Nachtkennzeichnung erfolgt in Form eines roten Blinklichts, das an der Gondel angebracht wird. „Dieses wird zum Schutz der Anwohner nach unten hin bestmöglich abgeschirmt, so dass nicht die volle Lichtstärke nach unten gelangen kann“, versichert der studierte Landwirt.

Der 32-Jährige ist persönlich von dem Projekt überzeugt und hat eine Vision – er möchte Ökostrom herstellen. Pro Jahr wird die Anlage voraussichtlich 9500 Megawattstunden produzieren. „Das entspricht dem Jahresverbrauch von zirka 3500 Dreipersonenhaushalten“, erklärt Kirberg. Zu seinem Leidwesen dürfen die Looser selbst nicht mit dem Strom aus der WEA versorgt werden. Seit August 2014 schreibt das Gesetz zur Direktvermarktung vor, dass der Strom an der Strombörse vermarktet werden muss.

Energiegewinnung aus Windkraft sei in seiner Familie, die selbst nur wenige hundert Meter von der Anlage entfernt lebt, schon vor langer Zeit ein Thema gewesen, erzählt Peter Kirberg. „Der Jahrzehnte alte Wunsch, in der Gegend eine Windenergieanlage zu errichten, bestand nicht nur innerhalb unserer Familie. Vielmehr war es so, dass sich mein Vater schon damals mit den benachbarten Landwirten zusammengesetzt hat, um in der Gegend Windenergieanlagen aufzustellen.“

Die Zuwegung zur Baustelle ist mit einer großen Einfahrt versehen. Die 68 Meter langen Lkw-Gespanne, die die 55,8 Meter langen Rotorblätter transportieren werden, benötigen viel Platz zum Rangieren. Die Schwerlaster transportieren die Flügel aus dem Hafen von Esbjerg nach Neu Ilewitt. „Es wird nachts geschehen, da Schwerlastverkehr nur nachts auf den Straßen unterwegs sein darf“, so Kirberg.

Der 32-jährige Geschäftsführer ist selbst gespannt auf den weiteren Ablauf, hofft aber, noch vor Ablauf des Jahres mit der Windenergieanlage ans Netz gehen zu können. Die anfängliche Ablehnung vonseiten der Looser Bürger sei mittlerweile einer Akzeptanz gewichen, beschreibt Peter Kirberg seinen Eindruck. Aber auch in Zukunft gehöre Transparenz für ihn zum obersten Gebot. Dazu gehört, dass der Sitz der Firma in Neu Ilewitt verbleibt.

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