Chronik : Windebyer Geschichten auf 400 Seiten

Die ehemalige Dorfschule in den 50rt Jahren.
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Die ehemalige Dorfschule in den 50rt Jahren.

Der Windebyer Chronikkreis will in einem Jahr sein Projekt abschließen. Auf 400 Seiten soll die Gemeindegeschichte erzählz werden.

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24. November 2013, 13:01 Uhr

400 Seiten sollen es werden, so viel ist klar. Irmgard Busch, Doris Niederhausen und Gabriele Pochhammer haben schon eine klare Vorstellung von der Windebyer Chronik, die in gut einem Jahr veröffentlicht werden soll. Bis dahin hat der Chronikkreis, dem neben den drei Frauen auch Norbert Biermann als Fachmann für die Frühgeschichte, Peter Büchert als eifriger Sammler und Klaus-Dieter Palenczat, dessen Vater Fritz einst Bürgermeister und Lehrer gewesen ist, angehören, noch viel zu tun. „Bis zum Frühjahr sollen die Texte fertig sein“, sagt Pochhammer. Die Journalistin vom Gut Westerthal hat die Redaktion der Chronik übernommen. Ihr Onkel Paul war lange Jahre Bürgermeister in der Gemeinde.

Dann folgt der Feinschliff, bevor die Dorfgeschichte in den Druck geht. 10 000 Euro hat die Gemeinde für das Projekt in den Haushalt eingestellt.

Unterstützt wird das Chronikteam vom Eckernförder Fotoclub, der in den vergangenen Monaten mit der Kamera in den Ortschaften unterwegs war. Das Ergebnis sind zahlreiche Aufnahmen der Gemeinde zu allen Jahreszeiten. Die schneebedeckte Kapelle gehört ebenso zu den Motiven wie das von der Sonne gefärbte Noor. Viele der Schmuckbilder werden in der Chronik zu finden sein, aber auch Fotos aus der Historie. Vor allem Irmgard Busch hat in ihrem Fundus viele Fotos und Postkarten von Landschaften, Gebäuden und Personen.

Welche Kapitel und Themen die Chronik aufgreift, das wird derzeit bei den regelmäßigen Treffen der Autoren besprochen. Schnell laufe man Gefahr, sich zu verzetteln. Fest steht aber, dass die Eiszeit die ersten Seiten des Buches füllen werden, denn mit Christianshöh als Sanderfläche und den Toteisseen in Schnaap war diese Zeit prägend für Windeby. Auch die vielen Güter, die Vereinsgeschichte, die Verwaltung, die Flüchtlingslager und die weit über die Dorfgrenzen bekannte Moorleiche werden thematisiert. Auch dem Dichter Wilhelm Lehmann, der in Westerthal begraben ist, wird ein Kapitel gewidmet. Außerdem erfährt der Leser, dass es neben den heutigen Ortsteilen Windeby, Kochendorf, Friedensthal und Friedland noch weitere gegeben hat. „Es gab Brosby Koppel am Noor und Brottebek sowie Moschau“, erzählt Irmgard Busch.

Schick, modern und seriös soll die Windebyer Chronik werden. Der genaue Titel stehe aber noch nicht fest. „Ein Buch, das man gerne zum Lesen in die Hand nimmt“, sagt Gabriele Pochhammer. Eine Chronik mit Zahlen, Daten und Tabellen solle es nicht werden. „Viele Menschen sollen sich darin wiederfinden“, wünscht sich Doris Niederhausen.

Wenn die Chronik fertig ist, dann soll es eine Buchpräsentation geben, bei der auch der Fotoclub die Möglichkeit erhält, seine Bilder auszustellen. Zunächst soll aber der aktuelle Stand der Arbeiten am Montag auf der Gemeinderatssitzung vorgestellt werden.

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