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Verbesserung der sozialen Integration : Willkommenskultur für Asylbewerber schaffen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Amt Hüttener Berge will einen Flüchtlingsbeirat gründen. Dafür werden Ehrenamtliche gesucht, die die Asylbewerber begleiten und sie tatkräftig unterstützen.

Flüchtlinge und Asylbewerber im Amtsbereich Hüttener Berge sollen in Zukunft besser integriert werden. „Die Betreuung der Asylbewerber muss gewährleistet sein“, forderte die Vorsitzende des Hauptausschusses des Amtes, Christiane Ostermeyer, am Montagabend im Rahmen der Sitzung im Café Eiderhufe und sagte weiter: „Die integrieren sich nicht von allein.“ Amtsdirektor Andreas Betz unterstützte ihr Anliegen: „Ich habe den Eindruck, dass es zu wenige Aktivitäten in Sachen Betreuung in einigen Gemeinden gibt.“ Hintergrund ist die Tatsache, dass das Amt in den nächsten Tagen und Wochen die Zuweisung von mehreren Asylbewerbern erwartet, für die sowohl Wohnraum als auch Betreuung gewährleistet sein muss. „Wir brauchen einen Flüchtlingsbeirat, um die Integration der Asylbewerber zu leben“, so Betz.

Bis auf die Gemeinde Owschlag, wo eine hauptamtliche Sozialarbeiterin sich um die Betreuung kümmert, gibt es eine derartige Regelung in den anderen amtsangehörigen Gemeinden nicht. Das soll sich in Kürze ändern. Ein am Montag gebildetes Gremium, dem die Ausschussvorsitzende Ostermeyer, Rita Koop (Bürgermeisterin in Sehestedt), Bibeth von Lüttichau (Gleichstellungsbeauftragte des Amtes), Anja Mildner (Sozialarbeiterin in Owschlag), Nadine Harder (Amtsverwaltung) und Erka Mohr (Café Eiderhufe) angehören, hat die Aufgabe, eine genaue Aufgabenbeschreibung hinsichtlich der sozialen Integration von Asylbewerbern zu erarbeiten. Fragen der konkreten Hilfeleistung, wie beispielsweise Fahrten zum Arzt, Schularbeitenhilfe, Einkaufsfahrten, Hilfe bei Behördenbesuchen oder das Angebot als Kontaktperson bei alltäglichen Problemen, sollen in diesem Rahmen erörtert werden. Einig waren sich die Mitglieder des Hauptausschusses, dass diese Hilfe ehrenamtlich geschehen soll, was die Klärung von Fragen wie Kostenübernahme von Benzingeld oder Haftung, nach sich zieht. Jede Gemeinde ist jetzt gefordert, Freiwillige zu benennen, die, gebündelt in einem Flüchtlingsbeirat nach dem Vorbild des Amtes Dänischer Wohld, die Asylbewerber aktiv unterstützen. Alle Einwohner, sowohl Mitglieder des DRK, von Vereinen oder Verbänden als auch jeder normaler Bürger, könnten sich in dieser Hinsicht ehrenamtlich engagieren, so der Ausschuss.

Nach einem Aufruf im März an die Bürger, freien Wohnraum zu melden, kann das Amt jetzt über freie Wohnungen in Gross Wittensee und Owschlag verfügen. In erstere zieht demnächst ein Ehepaar aus Syrien ein, so Bürgermeister Jochen Arp. Die Owschlager Wohnung bietet Patz für vier Personen. Damit sei das Aufnahmesoll aus dem Jahr 2013 erfüllt, so Amtsdirektor Betz. Um aber die Unterbringung von den für dieses Jahr angemeldeten 26 Personen sicherzustellen, fehle noch Wohnraum. Eine Lösung könne die Aufstellung von Wohncontainern auf dem Gelände der Unterkunft in Ramsdorf bringen. Das Amt hat bereits an das Kreisbauamt einen derartigen Antrag auf Genehmigung gestellt, bis jetzt aber noch keine Antwort erhalten. Die Container sollen Platz für 20 Asylbewerber schaffen. Je nach dem wirtschaftlichsten Angebot wird dann die Frage nach Kauf oder Miete entschieden.

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